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LSE in Schenefeld : Ein Tunnel soll Siedlung und Dorf verbinden

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Offensive für Schenefeld (OfS) will eine Tunnellösung prüfen lassen. Die Landesstraße Schenefeld Elmshorn (LSE) durschneidet die Stadt seit Jahrzehnten. Die Verwaltung sieht dadurch keine Verbesserung.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Sie durschneidet die Stadt seit Jahrzehnten und ist gleichzeitig Einfallstor nach Hamburg und Pinneberg: die Landesstraße Schenefeld Elmshorn (LSE). Eine Lösung war lange Zeit nicht in Sicht. Die Offensive für Schenefeld (OfS) wagt nun einen letzten Versuch, die beiden Stadtteile Siedlung und Dorf im Zuge der Planung des neuen Stadtkerns zusammenzuführen: mit einer Tunnel-, oder Troglösung über der Landesstraße.

Die OfS fordert, in die anstehende gesamtstädtische Verkehrsuntersuchung (VTU) die Betrachtung einer Tunnel- beziehungsweise Troglösung mit einzubeziehen. Das Thema wird am Donnerstag, 9. Februar, im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt diskutiert. Das Gremium kommt ab 19 Uhr im Gemeinschaftsraum des Rathauses, Holstenplatz 3-5, zusammen.

„Dorf und Siedlung sind nie richtig zusammengewachsen“

„Schenefeld Dorf und Siedlung sind nie richtig zusammengewachsen“, erläutert Ausschussmitglied Hartwig Hüllen (OfS) den Antrag. Dies habe zwar auch historische Gründe, beispielsweise sei die Bevölkerungsstruktur unterschiedlich, die räumliche Trennung durch die Landesstraße habe aber eine große Rolle dabei gespielt. „Wir wollen, dass die Teile zusammenwachsen“, sagt Hüllen.

Durch einen Tunnel oder Trog soll aus Sicht der OfS ein räumlicher Übergang zwischen Rathaus und „Stadtzentrum“ geschaffen werden. Die Luninez-Brücke sei relativ wenig genutzt worden, so Hüllen. „Das hat nie richtig funktioniert.“ Auch wenn sie ein Wahrzeichen Schenefelds sei. Im Antrag der OfS heißt es dazu: „Alle bisherigen Versuche, die Teilung durch Fußgängerüberwege, Ampeln sowie eine Brücke für Fußgänger zu überwinden, müssen als gescheitert gewertet werden.“

Entscheidend ist laut Hüllen, dass durch die Lösung – ob Tunnel oder Trog – keine Höhenunterschiede entstehen. „Damit wäre uns auch nicht geholfen“, urteilt Hüllen. „Uns ist ganz wichtig, dass es eine ebenerdige und fußläufge Verbindung und eine optische Sichtverbindung gibt.“ Er glaubt, dass dies die letzte „historische Chance“ sei, die Stadtteile zu vereinen. Er räumt aber ein: „Wir wollen einfach wissen, ob das überhaupt machbar ist, und prüfen lassen, ob solch eine Lösung finanzierbar wäre.“ Er habe selbst Zweifel daran, dass die Stadt eine solche Investition stemmen kann.

Die Stadt will nur die Troglösung prüfen lassen

Die Verwaltung gibt der Tunnelllösung keine Chance. „Diese wäre zwar technisch machbar, ergebe aber funktional und stadtgestalterisch keine Verbesserung. Darüber hinaus erscheint eine Realisierung auf Grund der zu erwartenden Kosten nicht wahrscheinlich“, heißt es in der Vorlage. Die Stadt schlägt vor, nur die Troglösung prüfen zu lassen.

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