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Schenefelder Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:43 Uhr

Schenfeld : Ein Stück Geschichte verschwindet

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Altes Wachhäuschen der Munitionsfabrik wurde abgerissen. Was mit der 1000 Quadratmeter großen Fläche passiert ist noch unklar.

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Der Greifarm des Baggers ist unerbittlich. Immer wieder stößt er nach vorn, knabbert ein Stück des Gebäudes ab. Donnerstag, 20. November 2014: Ein Stück Schenefelder Geschichte wird abgerissen. Das alte Wachhäuschen der ehemaligen Munitionsfabrik an der Fünf-Finger-Kreuzung, fast 100 Jahre alt, muss weichen.

Die Stadt hatte das Haus 2012 gekauft. Der Abriss war unvermeidlich. Das Gebäude verfiel immer mehr. Ein Erker war bereits eingestürzt. Die Stadt hatte das Gelände schon vor Monaten mit einem Bauzaun gesichert. Der Abriss hatte sich immer wieder verzögert. Zirka 15.000 Euro muss die Stadt für die Beseitigung des Gebäudes bezahlen.

1000 Quadratmeter Grundstück in städtischer Hand: Was aus dem Areal wird, ist noch unklar. Optionen liegen schon lange auf dem Tisch. Die OfS wollte 2013 durchsetzen, dass dort ein Neubau für einen Jugendtreff hochgezogen wird. Über einen Treffpunkt für Jugendliche in der Siedlung wird seit Jahren politisch diskutiert. Der Vorstoß der OfS verpuffte aber relativ geräuschlos.

Die Stadt hatte an der belebten Ecke Lornsenstraße/Friedrich-Ebert-Allee Wohnbebauung ins Spiel gebracht. Die Begeisterung auf politischer Seite hielt sich in Grenzen. Das Grundstück schaffte es der Form halber auch auf die Liste möglicher Standorte für einen Kita-Neubau. In Schenefeld hat aber niemand ernsthaft vor, an diesem Verkehrsknotenpunkt eine Kindertagesstätte zu errichten.

Die Fünf-Finger-Kreuzung: Über einen Umbau, um die Staus und Wartezeiten zu verringern, wird seit Jahren diskutiert. Ein Gutachter hatte einen Kreisverkehr für sinnvoll erklärt. Die Stadt könnte die 1000 Quadratmeter gut für den Ausbau der Kreuzung nutzen. Doch die Kreisel-Pläne liegen auf Eis. Aus der Bevölkerung gab es gegen den „Super-Kreisel“ erheblichen Widerstand. Und so wird an der Friedrich-Ebert-Allee zunächst eine Grünfläche entstehen – Zukunft offen.

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