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Schenefeld : Ein neuer Stadtkern als große Chance

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ernst Dieter Rossmann: Sozialdemokraten hoffen auf langfristige Investition für Schenefeld. Geschätzte Kosten von 20 Millionen.

shz.de von
erstellt am 30.Mär.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Stadtkern, XFEL und Wohnungsbau: Beim alljährlichen Gespräch der Genossen bei Bürgermeisterin Christiane Küchenhof haben Vertreter von Bund, Land und Stadt die wichtigen Schenefelder Themen diskutiert. Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, der Landtagsabgeordnete Kai Vogel und der Fraktionschef Nils Wieruch legten den Schwerpunkt dabei auf die von Bund und Land geförderte Entwicklung eines echten Zentrums.

„Das Stadtzentrum ist eine großartige Chance für die Stadt wie auch für das Land“, betonte der Bundestagsabgeordnete Rossmann. Gemeinsam mit der privaten Wirtschaft könnten Stadt, Land und Bund ein „richtiges Bürgerzentrum“ für die kommenden Jahrzehnte schaffen. Es sei beachtlich, dass sich in Schenefeld so viele Bürger aktiv um ihren Stadtkern bemühen.

Das geplante Bürgerzentrum soll unter anderem die Bücherei, das Bürgerbüro und die Sozialberatung beherbergen. Vogel betonte, Ziel sei es, das Problem der geteilten Stadt zu lösen sowie den Stadtkern im Norden und das Rathausareal im Süden näher aneinanderzurücken. „Wenn wir das schaffen, ist viel gewonnen“, so Vogel. Die Kostenschätzungen für das neue Zentrum liegen derzeit bei 20 Millionen Euro. Zwei Drittel der Kosten würden Bund und Land übernehmen, den Rest müsste die Stadt stemmen. 2,1 Millionen Euro wurden an Fördermitteln bereits bewilligt.

Rossmann bezeichnete die einer breiten Allgemeinheit zugänglichen Bildungsangebote im Bürgerzentrum als besonders reizvoll. „Derartige offene Bildungsangebote werden künftig immer wichtiger“, betonte der Abgeordnete. Bund, Land und Stadt könnten hier mit der Drittelfinanzierung zu einer sehr günstigen langfristigen Investition kommen.

Ab 2017, wenn das XFEL-Forschungszentrum seinen Betrieb aufnimmt, wird Schenefeld Wissenschaftler aus aller Welt begrüßen. Vogel ist derzeit bemüht, Mittel für das geplante XFEL-Besucherzentrum auf Landesebene einzuwerben. Küchenhof betonte, dass ein solches Zentrum „eine große Bedeutung für die Stadt“ habe. Es könne Schüler begeistern und dem Fachkräftemangel in den Naturwissenschaften wie auch in den technischen Berufen entgegenwirken.

Rossmann sprach auch das Thema Wohnungsbau an. „Im unmittelbaren Nachbarschaftsbereich von Hamburg sind die Wohnungen stark gefragt“, so Rossmann. Sozialer Wohnungsbau sei wichtig. Beim Bauprojekt am Kiebitzweg sollen zirka 28 Wohneinheiten entstehen, die den Kriterien entsprechen. „Wir benötigen solche Wohnungen und sind daran interessiert, dass sich die Kommune für diese einsetzt“, erläuterte Rossmann. Er freute sich ferner, dass sich die Stadt auf die für eine Person vorgesehenen Mittel für eine Bundesfreiwilligendienststelle bewirbt. 10.000 Stellen sollen in diesem Jahr deutschlandweit geschaffen werden, in Schleswig-Holstein seien es 300 Stellen. „Es ist gut, wenn eine geeignete Persönlichkeit gefunden wird“, so Rossmann. Auch Flüchtlinge könnten sich bewerben.

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