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Theater Schenefeld : Ein Nachmittag für James Krüss

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

„Stadtzentrum“: Schauspieler des Theaters Schenefeld und Schüler präsentieren die schönsten Gedichte und Geschichten.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Schenfeld | Irgendwo ins grüne Meer – Hat ein Gott mit leichtem Pinsel, – Lächelnd, wie von ungefähr, – einen Fleck getupft: Die Insel! – Und dann hat er, gutgelaunt, – Menschen diesem Fels gegeben – Und den Menschen zugeraunt: Liebt die Welt und lebt das Leben! Mit solchen Zeilen von James Krüss über seine Heimat Helgoland haben Schauspieler des Theater Schenefelds am Sonnabend Zuhörer in ihren Bann gezogen. Auch Mädchen und Jungen der Schenefelder Schulen brachten dem Publikum die Welt des Schriftstellers näher. Im „Stadtzentrum“ war Helgoland-Tag. Seit 30 Jahren ist das Theater Schenefeld auf der Insel zu Gast (diese Zeitung berichtete).

„Ich finde es großartig, dass hier Geschichten von Krüss gelesen werden“, lobte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof das Engagement der Beteiligten. Auch der gebürtige Helgoländer Max Arnold – seit 1982 beim Theater Schenefeld aktiv – war vor Ort. Er erinnerte nochmals daran, dass er im Jahre 1984 die beiden Kulturleben verknüpfte. „Wir saßen auf Helgoland in fröhlicher Runde und fachsimpelten über das Helgoländer Kulturleben“, so Arnold. Dann sei das „Projekt Gastspielreise ins Rollen gekommen“. Inzwischen ist die 30 voll und die Schauspieler freuen sich auf ihre bevorstehende Fahrt auf die Insel.

Dies brachten die Darsteller auch bei der Lesung zum Ausdruck. Jeder Schauspieler durfte seine Lieblingsgeschichte vortragen. Darsteller Manfred Laudan las beispielsweise die Geschichten „König und Floh“, „Bär und Ameisen“ und „Mauseballädchen“. Theaterleiter Michael Matthiesen erzählte von ursprünglichen Plänen seiner Gruppe. „Wir wollten uns auf dem Stadtfest präsentieren, das ja nun zum ersten Mal ausfällt“, sagte Matthiesen. Stattdessen gelang es ihm und seinem Team bei der Krüss-Lesung, Inhalte und Bilder zum Leben zu erwecken und die Zuhörer zu fesseln. Schauspieler Wolfgang von der Heide und Theatergründerin Karin Niß äußerten sich persönlich zur Bühne. „Das Schenefelder Theater ist mein Kind“, sagte Niß. Sie sei sehr glücklich, dass es „wunderbare Kreise gezogen“ habe. Wie von der Heide bezeichnete sie es als „wunderbar, dass die Truppe „so viel Anerkennung seitens Bevölkerung und Stadt“ erfahre.

Doch auch die Schüler der Grundschule Altgemeinde sowie des Gymnasiums Schenefeld brachten ihre Begeisterung für Krüss zum Ausdruck. Sechs Stunden lang huldigten sie – gemeinsam mit den Schauspielern – dem Reimkünstler und Geschichtenerzähler. Diverse Blockflötenbeiträge von Kindern der Musikschule Trio Musikhaus rundeten die Veranstaltung ab. Lehrerin Bettina Heinker erläuterte, James Krüss sei nach wie vor eine beliebte Schullektüre. „Zwar müssten ältere deutsche Wörter wie ‚Muhme‘ erklärt werden“, so die Lehrerin der Grundschule Altgemeinde. Die Schüler kämen allerdings „auf ihre Kosten“.


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