Schenefeld : Ein Musterbeispiel für Inklusion

Auf Stelzen konnten sich die kleinen Besucher beim fünften Partnerclub-Spielefest für Menschen mit und ohne Behinderung vergnügen.
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Auf Stelzen konnten sich die kleinen Besucher beim fünften Partnerclub-Spielefest für Menschen mit und ohne Behinderung vergnügen.

Glückliche kleine und große Besucher waren beim fünften Integrativen Spielefest. Für das kommende Jahr plant der Partnerclub eine Laufveranstaltung.

shz.de von
30. Juni 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | Nach vereinzelten Regenschauern beim fünften integrativen Spielefest der Lebenshilfe Schenefeld steigerte sich die Stimmung fortwährend. Immer mehr Besucher strömten am Sonnabendnachmittag auf den Sportplatz an der Gorch-Fockstraße. Junge Besucher liefen auf Stelzen und jonglierten. Insgesamt beteiligten sich 13 Vereine aus Schenefeld und Umgebung an dem Fest des Partnerclubs der Lebenshilfe.

„Ich finde die Idee gut, dass hier behinderte und nicht behinderte Menschen zusammenkommen“, sagte Britta Schuirmann, Diakonin der Stephanskirche. Die Idee sei eng mit dem christlichen Gedanken der Nächstenliebe verwoben. Mit viel Elan hatten Jugendliche der Gemeinde Pappschilder für einzelne Stationen gebastelt.

Des Weiteren konnten Besucher vor einer Papp-Arche-Noah Stelzen laufen und sich auf einer Hüpfball-Raupe voranwälzen. Nachwuchsabenteurer brieten am Stand der Pfadfinder ihr Stockbrot. Auch das Spiel mit Jonglierhölzern sowie -bällen an der Gaukler-Station des Kreisjugendringes kam gut an.

Ingrid Pöhland vom „Glücksgriff“ war – wie das Juks sowie die örtlichen Schützen – erstmals mit von der Partie. Kinder durften bei ihr das Glücksrad drehen, um im besten Fall selig mit einem Stofftier von dannen zu ziehen.

Der Partnerclub der Lebenshilfe Schenefeld veranstaltete das Spielefest zum ersten Mal 2010. Damals landete er mit seinem Fest auf dem ersten Platz des von der Sparkasse veranstalteten Wettbewerbs „Jugendinitiative mit Pfiff“. Inzwischen gehört das Spielefest bereits zum festen Inventar im städtischen Veranstaltungsprogramm. „Wir freuen uns, dass uns die Stadt den Platz kostenlos zur Verfügung stellt und Schulstraße sowie Gorch-Fock-Straße sperrt“, erläutert Hauptorganisator Christian Nahrwold. So könne das Fest problemlos über die Bühne gehen. Im nächsten Jahr wird der Partnerclub 35 Jahre alt. „Aus diesem Grund planen wir dann zusätzlich zum Spielefest noch einen Inklusionslauf“, verrät Nahrwold. Auch die Besucher und Helfer zeigten sich über den Verlauf des Festes erfreut. „Es ist schön, dass es so ein integratives Fest gibt, damit auch keinerlei Berührungsängste entstehen“, sagte Tobias Bergau. Allerdings sei Schenefeld „in dieser Hinsicht sowieso sehr offen“, ergänzte Kristina Riedel. Ähnlich äußerte sich Tatjana Rudolph. „Wir haben unsere Kinder im Montessori-Kindergarten und stehen hinter dem Integrationsgedanken“.

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