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Kunst in Schenefeld : Ein Lebensbaum für die Kirche

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Schenefelder John Bassiner hat symbolträchtiges Bild mit Fotos von Täuflingen für die Stephans-Gemeinde kreiert.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Ein Baum mit fragilen Ästen und knorrigen, in der Erde fest verankerten Wurzeln: Dominieren im oberen Teil des Bildes lichte Farben, sorgt der dunkelbraune Erdboden für einen spannenden Kontrast. Der Künstler John Bassiner hat für die Schenefelder Stephanskirche einen großen Lebensbaum entworfen. Einzelne, auf Filzblättern befestigte Gesichter von getauften Kindern sind dort zu erkennen.

„Das Bild ist eine große Bereicherung für unsere Kirche“, sagte Pastor Michael Mattern während der Vorstellung. Der Baum des Lebens steht für den Dank, Kind Gottes zu sein. Das Acrylbild hängt direkt neben dem Altarraum und ist bereits vom Kirchenausgang aus gut zu erkennen. „Wenn die Kinder das Bild sehen, können sie stolz darauf sein, getauft zu sein“, erläuterte der Diakon. Er habe selten einen so schönen, fein gemalten Baum gesehen. Der Pastor hatte sich an den Schenefelder Künstler mit der Bitte gewandt, einen Lebensbaum für den Kirchenraum zu entwerfen. Das Bild mit den Täuflingen verdeutliche, dass Kindern in der Stephanskirchengemeinde ein bedeutender Stellenwert zukomme.

Das Werk mit seiner Lebensbaum-Symbolik berücksichtige auch zwei weitere, in Schenefeld erkennbare Tendenzen. „Zum einen fühlen sich die Menschen hier wohl und werden hier alt, zum anderen liegt die Kirchengemeinde an Hamburgs Stadtrand und zieht immer mehr Familien ins Dorf“, erläuterte der Pastor. Mit Bildungsangeboten wie Kindergarten, Chören, Orchester und Gottesdiensten reagiere die Gemeinde auf Bedürfnisse beziehungsweise berücksichtige die gesellschaftliche Entwicklung. Diakon Daniel Kiwitt ist mitverantwortlich für das umfangreiche Bildungs- und Freizeitangebot in der Stephanskirchengemeinde. Zu seinen aktuellen Projekten gehören unter anderem ein Briefwechsel mit Menschen aus Indien, eine Norwegen-Reise für Gemeindemitglieder und Bandvorhaben.

Die Theologen Mattern und Kiwitt veranstalten, mitunter inspiriert durch die Lebensbaum-Thematik, einen Familiengottesdienst. Der mit Spiel- und Tanzszenen bereicherte Gottesdienst wird alle zwei Monate angeboten. Diakon Kiwitt hält hier die Andacht. „Jede Familie ist herzlich eingeladen, dabei zu sein“, so Kiwitt. Dies sei ein zusätzliches Angebot zum bereits bestehenden sonnabendlichen Kinder- sowie Erwachsenengottesdienst am Sonntag. Der nächste Termin ist am Sonntag, 7. Mai, um 10 Uhr. Eltern von weiteren Täuflingen der Kirchengemeinde können ihr Foto im Kirchenbüro abgeben. Es ist auch möglich, sich im Kindergottesdienst fotografieren zu lassen. Der Künstler entwirft dann weitere Filzblätter für den Baum.

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