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Schenefelder Tageblatt

16. Dezember 2017 | 04:58 Uhr

Schenefeld : Ein Labradorwelpe wird zum Schulhund

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Jetzt hilft auch Lotte den Schülern: Anja Mumme bildet den Labradorwelpen zum Schulhund aus. Sein Einsatzort wird in der Pädagogischen Insel der Gemeinschaftsschule sein.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2016 | 12:15 Uhr

Schenefeld | Die Augen der Kinder leuchten. Sie wollen Lotte berühren, streicheln, Kontakt mit ihr aufnehmen. Lotte wedelt mit dem Schwanz. Vor Freude und ein bisschen auch vor Aufregung. Schließlich ist Lotte erst 13 Wochen alt und muss noch ganz viel lernen.

Hunde werden an Schulen – auch im Kreis Pinneberg – häufiger eingesetzt. Ruhige Schüler sollen ihre Isolation verlassen, auffällige Kinder lernen, sich zu entspannen.

Schenefelds Gemeinschaftsschule ist auf den Hund gekommen. Der Labradorwelpe verstärkt seit Ende Januar das Team der Pädagogischen Insel, die von Anja Mumme und Barbara Laufer betreut wird. „Der Labrador zeichnet sich durch sein freundliches und ruhiges Wesen und seine Liebe zu Kindern aus“, sagt Mumme. Lotte gehört ihr. Acht Jahre ohne Hund waren für sie genug. Mit der Labradorhündin kann sie nun Privates und Berufliches verbinden. „Lotte wird zu einem Schulhund ausgebildet“, betont die Halterin.

Hunde werden an Schulen – auch im Kreis Pinneberg – häufiger eingesetzt. Mumme wird Lotte zunächst bei Beratungsgesprächen mit Schülern in der Pädagogischen Insel hinzuziehen. „Der Hund sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Er erleichtert es dem Kind, über sich und seine Gefühle zu sprechen“, sagt Mumme. Später soll Lotte auch Unterrichtsbesuche machen. Ruhige Schüler sollen ihre Isolation verlassen, auffällige Kinder lernen, sich zu entspannen. Mumme: „Mit und über den Hund entstehen unter den Kindern vermehrt positive Sozialkontakte.“ Die Schüler werden auch lernen, Verantwortung für den Hund zu übernehmen. Lotte in der Gemeinschaftsschule, die von 475 Jungen und Mädchen besucht wird: Die gesamte Atmosphäre soll freundlicher und lockerer werden.

Das hört der neue Schulleiter Dirk Ziegenhagen gern. „Die Kinder reagieren positiv. Ich erhoffe mir eine ganze Menge von dem neuen Konzept.“ Zwei Jahre Vorlaufzeit hat es gebraucht, um alle rechtlichen Fragen zu klären, die Lehrer und Eltern mit ins Boot zu holen. Die Schulsozialarbeit an Schenefelds Schulen wird vom Juks organisiert. „Die Unterstützung für das Projekt war von allen Seiten groß“, betont Juks-Geschäftsführer Kurt Krauß.

In der Gemeinschaftsschule werden pro Woche zirka 30 bis 35 Kinder von Laufer und Mumme betreut. Nun mischt auch Lotte mit. Aber nicht überall. Der Labrador darf die Küche und die Cafeteria nicht betreten und auch einige Räume in der Insel bleiben hundefrei. Die Gemeinschaftsschule ist jetzt Lottes Arbeitsplatz – und auch sie muss sich an die Regeln halten.

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