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Raser in Schenefeld : Ein Hilferuf aus dem Uetersener Weg

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Anwohner fordern Stadt zum Handeln auf. Es werden mehr Kontrollen gefordert.

Schenefeld | Tempo 30 – und kaum einer hält sich dran: Längst ein Massenphänomen, auch in Schenefeld. Jetzt gibt es einen lauten Hilferuf aus dem Uetersener Weg. Gleich vier Anwohner haben sich an die Stadt gewandt, die soll die Raser bremsen – doch das ist gar nicht so leicht. „Für die Überwachung des fließenden Verkehrs ist die Polizei zuständig, nicht die Stadt“, betonte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

An zahlreichen Orten im Kreis Pinneberg halten sich Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. So auch im Uetersener Weg in Schenefeld. Anwohner haben bereits mehrere Vorschläge zur Verbesserung der Situation an die Stadt weitergeleitet.

Anwohner Jürgen Strauch ist besonders erbost über einen Lohnunternehmer, der „mit seinem 40-Tonner viel zu schnell durch den Uetersener Weg fährt. Das ist auch in puncto Lärm eine erhebliche Belastung.“ Doch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge dürfen den Uetersener Weg nutzen. Er ist eine Verbindungsstraße, auf der die Landwirte ihre Flächen im Außenbereich ansteuern.

Die betroffenen Anwohner schlugen vor, die Tempo-30-Beschilderung, die teilweise „ungünstig angebracht sei“, zu verbessern. Auch ein 30er Piktogramm auf der Fahrbahn könnte helfen, die gefahrenen Geschwindigkeiten zu reduzieren.

Die Stadt nimmt die Sorgen der Anwohner erst. Laut Bauamtschef Andreas Bothing werde es ein Gespräch mit der Polizei geben, um die Möglichkeit von mehr Kontrollen zu prüfen. Zudem soll mit den „Temposündern“ direkt gesprochen und an deren Einsicht appelliert werden. Mittelfristig werde die Verkehrssituation im Uetersener Weg auch mit der zuständigen Verkehrsbehörde des Kreises Pinneberg besprochen. Stadtplaner Ulf Dallmann betonte, dass es auch Überlegungen gebe, den Uetersener Weg als Fahrradstraße auszuweisen. „Tempo 30 bleibt. Aber die motorisierten Fahrzeuge müssten sich den Radfahrern anpassen.“

Mit einem weit verbreiteten Irrtum räumte die Bürgermeisterin im Zusammenhang mit der Diskussion über Raser im Uetersener Weg auf. „Durch verhängte Bußgelder verdient die Stadt kein Geld. Die Einnahmen erhält das Land, nicht die Stadt Schenefeld.“

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erstellt am 16.Feb.2016 | 13:00 Uhr

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