Porträt : Ein Feuerwehrmann mit Leidenschaft

Klaus Nast und die Feuerwehr sind untrennbar miteinander verbunden.
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Klaus Nast und die Feuerwehr sind untrennbar miteinander verbunden.

Der Schenefelder Klaus Nast bringt der jungen Generation den Brandschutz näher. Seit 37 Jahren ist er bei der Wehr aktiv.

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29. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Schenefeld | Seine Feuerwehruniform trägt Klaus Nast (78) mit Stolz. Als er als Weihnachtsmann verkleidet kürzlich die Kinder der Feuerwehrleute beschenkte, freute er selbst sich wie ein Schneekönig mit. Mit dem Oldtimer von der Feuerwehr, einem VW von 1958, nahm er an der Schleswig-Holstein Rallye teil. Und als er vor 15 Jahren in zweiter Ehe seine Karin (75) heiratete, standen die Feuerwehrleute Spalier.

Klaus Nast und die Feuerwehr sind untrennbar miteinander verbunden. Sie ist sein ganzes Leben. Ein wenig bedauert er in der Rückschau, dass das Handwerkliche „auf der Strecke geblieben“ ist und die Gemeinschaft nicht mehr so „wiefrüher“ im Vordergrund stünde.

Seit 37 Jahren ist der rüstige Rentner in der Freiwilligen Feuerwehr Schenefeld aktiv – zehn Jahre als Gruppen- und Zugführer, zwölf Jahre als Gemeindewehrführer, und 22 Jahre führte Nast Maschinistenlehrgänge auf Kreisebene durch. 2006 wurde er dann zum Ehrenwehrführer ernannt. Für sein Engagement wurde er von der Haspa ausgezeichnet.

An Schulen und Kindergärten führt er bis heute Brandschutzaufklärung durch. „Das macht mir viel Freude“ berichtet er und auch davon, dass die Feuerwehr in Schenefeld auf dem neuesten Stand sei und die moderne Technik die Jugendlichen begeistern würde. „Nachwuchsprobleme haben wir nicht. Die Jugendfeuerwehr ist sogar so beliebt, dass es eine Warteliste gibt.“

Die Familie von Klaus Nast kommt aus Schenefeld. Seit 1965 lebt er hier. Nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und später zum Kfz-Meister machte er sich im Alter von 50 Jahren mit einer Fahrschule selbstständig. „Das lief super. Manche Fahrstunde fiel aus, weil ich zu einem Einsatz musste“ erzählt Nast und erinnert sich an seine Anfänge: „Eines Tages sprach mich ein Nachbar an, die Freiwillige Feuerwehr in Schenefeld würde Leute brauchen, die fahren können. Ich habe mir das Ganze angesehen und es gefiel mir“.

Nast ist auch heute noch fast täglich auf „seiner“ Wache. Montags geht er mit seiner Frau zum Seniorensport in die Paulskirche. Gerne reist das Paar nach Mallorca „in die Wärme“ – das sei gut für die Knochen, sagt er. „Und wir lieben den Harz und die Ostsee.“

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