zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

24. Oktober 2017 | 10:36 Uhr

Ein Einkommen reicht oft nicht aus

vom

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Immer mehr Menschen im Kreis Pinneberg haben einen Zweitjob. Im Dezember 2012 arbeiteten 11594 Menschen neben ihrer Hauptbeschäftigung noch in einem Minijob, das waren 10,3 Prozent und damit mehr als jeder zehnte sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer. Dies teilte die Agentur für Arbeit Elmshorn dieser Zeitung gestern mit.

Seit Jahren steigt die Zahl der Zweitjobber im Kreis Pinneberg jährlich. So waren es fünf Jahre zuvor 8,81 Prozent der Arbeitnehmer. Im Dezember 2011 stieg ihr Anteil erstmals auf über zehn Prozent.

Der Kreis Pinneberg stellt dabei im Norden Deutschlands keine Ausnahme dar und liegt sogar knapp unterm Landesdurchschnitt. Denn im Dezember vergangenen Jahres arbeiteten 10,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Schleswig-Holstein nebenbei in einem Zweitjob, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Montag auf Nachfrage der dpa mitteilte. 2011 waren es 10,4 Prozent. Im Dezember 2003 lag der Anteil bei nur 6,2 Prozent.

Ein ähnlicher Anstieg - wenn auch auf niedrigerem Niveau - ist in Hamburg zu verzeichnen: Demnach gingen Ende vergangenen Jahres 7,9 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zusätzlich einem Minijob nach. 2011 waren es 7,7 Prozent und im Dezember 2003 lag der Anteil bei 5,1 Prozent. Damit liegt Hamburg unter dem Bundesschnitt von 9,1 Prozent und Schleswig-Holstein darüber.

Die Gründe für die Zunahme der Nebenjobber sind nach Angaben eines Sprechers der Regionaldirektion vielfältig: "Sie reichen von der verhaltenen Lohnentwicklung in den vergangenen Jahren - ein Job reicht finanziell nicht - bis hin zu gewachsenen Konsumansprüchen." Deutschlandweit gehen 2,66 Millionen Menschen einem Zweitjob nach, mehr als die Hälfte von ihnen ist weiblich.

Seite 17

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen