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Schenefeld : Ein Ausnahme-Talent musiziert in der Stephanskirche

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schenefeld | Der Cellist Ludwig Frankmar gilt als Profi auf dem Gebiet der Barockmusik. Während seines Konzertes in familiär, persönlicher Atmosphäre hat er die Besucher in der Stephanskirche mit seiner alten Musik beeindruckt. Vorstandsmitglied Günter Deselaers hieß den in Berlin lebenden schwedischen Professor willkommen und versprach den Anwesenden Cellomusik vom Feinsten. Er versprach nicht zuviel. 

Das Besondere: Der Schwede spielt auf einem barocken Violoncello, das 1756, in Mozarts Geburtsjahr, von Louis Guersan in Paris gebaut wurde. „Das Instrument ist sehr geeignet, um zu zeigen, wie sich die Illusion der Mehrstimmigkeit auf Soloinstrumenten entwickelt“, erläuterte der Musiker. Durch das historische Programm führte er mit vielen erklärenden Worten.

Das Konzert begann mit einem Stück des Komponisten Silvestro Ganassi. Mit viel Vibrato und glasklar interpretierte Frankmar das mehrstimmige Parts enthaltende Werk und erntete für seinen technisch-präzisen Vortrag viel Applaus.

Auch beim zweiten Vortrag faszinierte Frankmar mit seiner ästhetischen Interpretation. Er spielte ein Stück von Giovanni Battista Degli Antonii (1636-1698). Antonii arbeitete als Organist an der Basilika San Giacomo Maggiore. Seine Sammlungen erhalten ausschließlich Instrumentalmusik, vor allem für Violine und Violoncello. 

Technik und Hingabe prägten auch den Vortrag der verschlüsselten, vierten Suite von Johann Sebastian Bach. Frankmars Konzert war insgesamt ein sehr leises. Er fesselte mit hoher musikalischer Qualität.

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erstellt am 10.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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