zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

12. Dezember 2017 | 05:50 Uhr

„Eigentlich wollte ich nicht heiraten“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Goldene Hochzeit Das Ehepaar Kriete aus Schenefeld feierte gestern den 50. Hochzeitstag mit Freunden und Verwandten

shz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 16:00 Uhr

Als gestern Morgen um halb zehn die ersten Gäste an der Tür klingelten, standen der Sekt und die selbstgemachten Brötchen schon bereit. Zum fünfzigsten Mal jährte sich der Hochzeitstag von Ursula und Heiner Kriete aus Schenefeld.

„Eigentlich wollte ich gar nicht heiraten“, verriet die 72-Jährige. Das habe vor allem daran gelegen, dass die Ehe ihrer Eltern früh scheiterte. „Und ich war in jungen Jahren beziehungsunfähig“, ergänzte ihr Mann. Doch als Heiner auf dem Weg nach Italien permanent an seine Ulla denken musste, drehte er an der österreichischen Grenze einfach um und suchte sie in einem kleinen niederländischen Dorf auf, wo diese gerade Urlaub machte. „Damit hatte ich gewonnen“, erinnerte sich der ehemalige Kaufmann schelmisch. Sein Beruf hat ihn oft nach Südostasien geführt. Vor allem mit Thailand verbindet ihn eine besondere Liebe. „Meine Frau war häufig sehr auf sich allein gestellt“, sagte der 79-Jährige. Ursula war in der Verwaltung der Hamburger Staatskanzlei tätig und kümmerte sich um die Erziehung der gemeinsamen Tochter Claudia.

Nach Schenefeld zog das Ehepaar Kriete erstmals im Jahr 1973, wo sie im Hochhaus am Parkgrund lebten. Damit ihre Tochter aber ein eigenes Zimmer bekommen konnte, ging es später weiter nach Halstenbek. Einige Jahre lebten sie auch im Hamburger Stadtteil Ottensen, bevor sie 2009 wieder nach Schenefeld zurückzogen. Seitdem engagiert sich Ursula Kriete im Ortsverein der SPD und ist Mitglied der Ratsversammlung.

Trotz des regnerischen Wetters planten sie anlässlich ihrer Goldenen Hochzeit gestern eine Bootsfahrt mit Freunden und Verwandten. Danach sollte die Feier in einem Café ruhig ausklingen. Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Glückwünsche der Stadt zu überbringen.

In den 50 Jahren ihrer Ehe habe es kaum schlechte Zeiten gegeben, war sich das Paar einig. Der schwierigste Zeitraum sei sicherlich die Behandlung von Heiners Prostatakrebs gewesen. Aber auch das überstanden die Krietes. Bei der Frage, was sie sich für die Zukunft wünschen, müssen die beiden lachen. „Gesundheit natürlich“, antwortete sie. „Und die 20 Jahre, die mir noch bis zum 70. Hochzeitstag zustehen“, ergänzte Heiner.


zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen