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Harald Klähn aus Schenefeld : Ehrenpreis 2015 für den „Renten-Kümmerer“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Schenefeld | Bürgermeisterin Christiane Küchenhof erreichte Harald Klähn erst gestern Morgen um 9.30 Uhr. „Habt Ihr keinen anderen gefunden?“, war seine erste Reaktion auf die Nachricht, dass er den Ehrenpreis 2015 erhält. So ist er. Der 75-Jährige nimmt sich selbst nicht so wichtig, muss nicht im Vordergrund stehen. Gefreut hat er sich trotzdem. Aber nur kurz. Denn um 10 Uhr hatte der Schenefelder schon wieder Besuch in seinem kleinen Büro im Dornkamp.

Termine: Klähn schlägt seinen Taschenkalender auf. Die Seiten sind eng und klein beschrieben. Seit 2004 ist er im Ruhestand, doch als ehrenamtlicher Rentenberater für den Kreis Pinneberg ist er fast rund um die Uhr im Einsatz. Er zeigt auf den Papierstapel auf seinem Schreibtisch: „20 Anträge in drei Tagen.“ Er lacht. Auch wenn er am Sonntag 25 Anrufe auf seinem Anrufbeantworter abhören muss. Er ruft zurück. Alle. Macht Termine. Und auch Hausbesuche. „Neun in der vergangenen Woche.“ Der Experte in allen Rentenfragen arbeitet mit Leidenschaft und Akribie. „Ich möchte für die Menschen wirklich etwas erreichen.“ Klähn, zuletzt 24 Jahre als Führungskraft bei der Techniker Krankenkasse, kennt sich aus im Dschungel der Gesetze, Paragrafen und Formulare. Der Taschenrechner liegt immer griffbereit. Klähn rechnet, zeigt Optionen, Vor- und Nachteile auf. „Viele Menschen reagieren geschockt auf den Stapel Vordrucke.“ Oft wird der Rentenberater zum Lebensberater und zum Psychologen, manchmal sogar zum Heiratsvermittler.

Was einen Rentenberater auszeichnet? „Er muss auf Menschen zugehen und Vertrauen aufbauen können“, sagt Klähn. Nur zwei seiner Stärken.

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