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Gerhard Manthei : Ehrennadel für „Mister Schenefeld“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Gerhard Manthei wird für ehrenamtliches Engagement von Ministerpräsident Torsten Albig ausgezeichnet. Feierstunde am 8. Februar.

Schenefeld | Ein Schreiben aus der Staatskanzlei. Absender: der Ministerpräsident. Als Gerhard Manthei den Brief öffnete, wurde seine Vorahnung zur Gewissheit. Der 72-Jährige erhält die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) wird sie ihm am 8. Februar persönlich in Kiel überreichen. „Ich nehme diese Auszeichnung auch stellvertretend für alle Schenefelder entgegen, die sich in unserer Stadt ehrenamtlich engagieren – sei es bei Blau-Weiß 96, dem Freiwilligen Forum, den Parteien, dem Jugend- und Seniorenbeirat oder der AG Barrierefreiheit.“

Bescheidenheit: Ein Markenzeichen des Schenefelders. Das Rampenlicht sucht er nicht. Aber gefreut hat er sich über die Anerkennung, die ihm das Land zollt. Vorgeschlagen hatte ihn sein Parteifreund Ingo Meier, mit dem er gemeinsam für die SPD im Rat der Stadt sitzt.

Seine Verdienste um das Gemeinwohl würdigen: So steht es im Brief aus Kiel. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich eine schon fast hingebungsvolle Liebe zu seiner Stadt, in der der gelernte Maurer seit 1945 lebt. Manthei, das ist „Mister Schenefeld“ und die Spielvereinigung Blau-Weiß 96 ist sein Verein. Er ist Ehrenvorsitzender, leidenschaftlicher Fußballfan. Ein Spiel der ersten Mannschaft ohne ihn ist kaum vorstellbar. Für seinen Verein war er jahrelang als Jugendtrainer tätig, hat zudem das Fußballcamp ins Leben gerufen, das er von 2000 bis 2009 betreute. Unvergessen bleiben auch für ihn die Besuche von HSV-Stars wie Sergej Barbarez. Nachwuchsarbeit liegt ihm auch heute noch am Herzen. „Mit sechs Jahren war ich zum ersten Mal für Blau-Weiß aktiv. Da habe ich einen Karren mit Getränken von der Theeweide bis zum Spielort an der Blankeneser Chaussee gezogen“, erinnert sich Manthei.

Aber sein Engagement geht weit über den Fußball hinaus. Im Rahmen der Jugendgerichtshilfe hat er straffällig gewordene junge Menschen bei der Ableistung ihre Sozialstunden beaufsichtigt und betreut.

Manthei hat sich auch dazu entschlossen mitzuhelfen, die Zukunft Schenefelds aktiv zu gestalten. 1999 legte er die Maurerkelle für immer aus der Hand und trat in die SPD ein. Seit 2003 ist er Mitglied der Ratsversammlung. 2006 übernahm er den Vorsitz des SPD-Ortsvereins und hat ihn bis heute inne. Regelmäßig organisiert er gemeinsam mit seinem Team Flohmärkte und Skatabende. Fußball und Politik: Das reicht dem Schenefelder noch nicht. Er hat sich auch intensiv mit der Geschichte seiner Stadt auseinandergesetzt. Fragen zu Schenefelds Geschichte – der dreifache Vater und Großvater kennt die Antwort. Manthei führt seit fast 30 Jahren Tagebuch, hält für sich fest, was in seiner Stadt passiert.

Bei seinen historischen Radrundfahrten durch Schenefeld wird er zum Stadtführer, gibt sein Wissen und die Anekdoten an die bis zu 50    Teilnehmer weiter, zeigt ihnen die schönsten Ecken. Er sucht die Strecken immer so aus, dass auch Rollstuhlfahrer dabei sein können.

Das Rad ist Mantheis Verkehrsmittel. Fast täglich ist er in Schenefeld unterwegs. Fast täglich wird er auf seinen Touren angesprochen. Mal geht es um Probleme, Sorgen und Nöte, um die er sich kümmern soll. Mal um ein Schwätzchen zwischendurch. Verdienste ums Gemeinwohl: Gerhard Manthei setzt sich für sein Schenefeld ein, für die Menschen, die hier leben. Das macht mit er Herzblut.

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erstellt am 29.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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