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Schenefelder Tageblatt

18. August 2017 | 13:33 Uhr

Planungen : Edeka will in Schenefeld neu bauen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Politik diskutiert am 8. Juni über mögliche Ansiedlung des Supermarktes. SPD und Grüne wollen Veränderungssperre.

Schenefeld | Edeka will einen neuen Verbrauchermarkt gegenüber vom Schenefelder Platz zwischen der Lornsenstraße und Gorch-Fock-Straße bauen. Zusätzlich will das Unternehmen dort einen Getränkemarkt in einen bestehenden Gebäudekomplex integrieren. Einen entsprechenden Antrag des Unternehmens will die Politik bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 8. Juni, beraten. Ob sich Edeka durchsetzt und bauen darf, wird davon abhängen, ob sich die Fraktionen über die grundsätzliche Planung für den Bereich einigen können.

Seitens der SPD und Grünen war bereits im April ein Antrag gestellt worden, den B-Plan an dieser Stelle auf Wohnbebauung auszurichten und kein weiteres Gewerbe anzusiedeln. Beide Fraktionen plädieren für eine eine sogenannte Veränderungssperre, um das Areal neu zu überplanen. „Unser Begehren ist, für die ganze Straßenfront eine neue Planung für Wohnbebauung zu erreichen“, sagte der Ausschussvorsitzende Mathias Schmitz (Grüne) gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Gewerbeangebot ausreichend?

Das Ziel sei eine klare städtebauliche Verbesserung. Er hofft, gemeinsam mit den anderen Fraktionen eine Lösung zu finden. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie man im Laufe der Zeit das Areal optisch aufwerten kann.“ Zu dem Vorstoß von Edeka sagte er: „Wir sind überversorgt an Supermärkten.“

Aus Sicht der Verwaltung wäre eine Ansiedlung eines neuen Supermarktes an dieser Stelle „konfliktträchtig“, da Lärmemissionen sich auf die vorhandene beziehungsweise sich gerade entwickelte Bebauung an dieser Stelle negativ auswirken würden. Weiter heißt es in der Vorlage der Verwaltung: „Da das Angebot an Flächen für Verbrauchermärkte auch bis 800 Quadratmeter in Schenefeld als ausreichend erachtet wird, kann auf einen weiteren Markt im Bereich Schenefelder Platz verzichtet werden. Das notwendige Angebot existiert in diesem Bereich durch einen Discounter bereits seit dem Jahre 2005 / erweitert 2013 in einer Entfernung von 175 Metern vom Schenefelder Platz.“ Weiter heißt es: „Stadtplanerisch wichtig für Schenefeld sind Flächen für den Geschosswohnungsbau, da im Segment kleinere barrierearme Wohnungen erhebliche Defizite im Angebot existieren. Die Lage für Wohnnutzungen ist wegen der Nähe zum ÖPNV-Umsteigepunkt Schenefelder Platz als günstig zu bewerten. Die Nahversorgungslage ist gut.“

Wie sich die Politik letztlich entscheiden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Zuletzt hatten sich die Ausschussmitglieder gegen den Vorschlag der Verwaltung ausgesprochen, als es um die Erweiterung des Penny-Marktes ging. Die Mehrheit stimmte der Vergrößerung zu. Das Gremium tagt ab 19 Uhr im Rathaus, Holstenplatz 3-5.

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erstellt am 01.Jun.2017 | 16:00 Uhr

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