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Schenefelder Tageblatt

13. Dezember 2017 | 10:36 Uhr

Schenefeld : Echte Schenefelder gesucht

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof will ein Treffen mit Bürgern organisieren, die in der Stadt geboren sind.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2014 | 14:00 Uhr

Schenfeld | Wenn heute bei einer Schenefelderin die Wehen einsetzen, kann sie ihr Baby – wenn sie im Krankenhaus gebären will – nur im benachbarten Hamburg oder in Pinneberg bekommen.

Bis zu Beginn des Jahres 1969 war dies noch anders. Damals gab es eine kleine Geburtenstation, das Entbindungsheim. Die meisten, die danach geboren wurden, sind also streng genommen keine gebürtigen Schenefelder mehr.

Jetzt sucht Bürgermeisterin Christiane Küchenhof nach Menschen, die in Schenefeld geboren sind. „Ich bin gespannt, wie viele sich melden werden“, sagt die Rathaus-Chefin. Sie selbst wurde auch in der kleinen Klinik geboren. Bis auf eine kurze Zeit in Hamburg habe sie immer in Schenefeld gewohnt. Bei Gesprächen mit Bürgern kam die Idee zustande, ein Treffen mit gebürtigen Schenefeldern zu organisieren. „Es soll eine Plauderrunde werden, bei der man sich einfach locker über die damalige Zeit austauschen kann.“ Wer Interesse hat, kann sich bis Ende August im Sekretariat der Bürgermeisterin melden unter Telefon 040-83037101.

Es gibt auch heute noch Hebammen, die in Schenefeld Geburten zu Hause betreuen. Bevor die Kliniken entstanden, gab es stets Frauen, die andere Frauen bei Geburten unterstützten. In einem Schriftstück des Jahres 1813 wird erstmals eine solche Helferin namentlich erwähnt. Catharina Ellerbrock hieß die Schenefelder Hebamme. In den 1930er Jahren entstand in einem Wohnhaus am Kampweg 1 das erste Entbindungsheim unter der Leitung von Hebamme Helene Ellerbrock. Viele Frauen seien aus anderen Orten zu der Hebamme gekommen, um dort zu gebären, weil diese so einen guten Ruf besaß, heißt es in der Schenefelder Chronik. 1953 wurde das Entbindungsheim baulich erweitert. 1957 wurde die Einrichtung in eine Privat-Frauen-Klinik umgewandelt. Bis 1969 erblickten Schenefelder und Schenefelderinnen in dem Backsteingebäude das Licht der Welt. Dann wurde daraus eine Arbeiterunterkunft, später eine Orthopädiepraxis.

Ab Montag widmet sich diese Zeitung jeden Tag bis Sonnabend, 9. August, vielen weiteren historischen Themen in der Sommerserie „Schenefelder Zeitreise“.

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