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Lichtpult-Posse in Schenefeld : Diebstahl? Stadt droht mit Klage

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Förderverein Forum bleibt den Eigentumsnachweis für das mitgenommene Gerät schuldig – und gibt es trotzdem nicht zurück.

Auf der Bühne des Forums könnte dieses Stück als Schmieren-Komödie große Erfolge feiern. Im wahren Leben ist es vielleicht schon bald ein Fall für den Staatsanwalt. Die Stadt Schenefeld droht dem Förderverein Forum mit einer Klage. „Wir prüfen zurzeit, ob der Straftatbestand des Diebstahls erfüllt ist“, sagt Kulturamtschef Axel Hedergott.

Diebstahl? Es geht um das Lichtpult im Schenefelder Forum – einer städtischen Einrichtung. Das Gerät im Wert von zirka 5000 Euro haben Mitglieder des Fördervereins beziehungsweise des Kulturvereins ausgestöpselt und aus dem Regieraum mitgenommen, als das Lager im Forum geräumt wurde. „Ohne Absprache mit der Stadt, ohne Genehmigung, ohne Eigentumsnachweis“, betont Hedergott. Ohne Lichtpult ist keine Beleuchtung im Forum möglich. Die Stadt musste schnell für Ersatz sorgen, um Veranstaltungen der Schulen zu retten.

Rückblick: Nach monatelangem Streit zwischen Stadt und Kulturverein hatte dieser den Vertrag zur Bespielung des Forums nicht verlängert. Stadt, Kultur- und Förderverein erzielten in Eigentumsfragen Mitte August eine Einigung. „Von dem Lichtpult war dabei nicht die Rede“, sagt Hedergott. Er setzte Marita Peemöller, Vorstandsmitglied im Kultur- und Förderverein, bis 24. September, 12 Uhr, eine Frist, den Eigentumsnachweis vorzulegen. Er blieb aus.

Laut Hedergott kann die Verwaltung per Rechnung und Zahlungsbeleg eindeutig nachweisen, dass die Stadt 2005 das Gerät bezahlt hat. „Wir pochen auf die Rückgabe des Lichtpults“, sagt der Kulturamtschef.

Doch dazu sind Peemöller und ihr Vorstandskollege Reinhold Polka nicht bereit. „Die Finanzierung ist aus Mitteln des Fördervereins erfolgt. Das steht fest“, sagt Polka. Auch er hat eine Rechnung, räumt aber ein, dass der Zahlungsbeleg noch nicht gefunden wurde. Hedergott sei stur, habe sich geweigert, seine Belege vorzulegen. Die Klageandrohung sieht er gelassen. „Wir sind aber an einer einvernehmlichen Lösung interessiert.“ Wie die aussehen könnte, erfuhr Hedergott am Dienstag von Polka und Peemöller persönlich. Der Förderverein sei bereit, der Stadt das Gerät kostenlos zu leihen. Hedergott verdreht die Augen. „Ich soll ein Gerät leihen, das der Stadt gehört?“ Ohne ihn.

Hedergott hat sich jetzt noch einmal schriftlich an Karl-Dieter Broks gewandt. Er hofft, dass der Vorsitzende des Fördervereins Forums dem Treiben seiner Mitglieder Einhalt gebieten kann. Der letzte Versuch. Ansonsten wird der finale Akt in der Lichtpult-Posse auf der Bühne eines Gerichtsaals spielen.

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erstellt am 26.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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