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Waldorf-Kindergarten an der Lindenallee : Die zweite Chance beim Kita-Chaos

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Stadt Schenefeld und das Förderzentrum Friedrichshulde haben im Streit um den Waldorf-Kindergarten an der Lindenallee eine Einigung erzielt. Ergebnis: Der Kindergarten wird weitergebaut.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 16:00 Uhr

Sie haben stundenlang verhandelt – am Ende wurde eine Einigung zwischen der Stadt Schenefeld und dem Förderzentrum Friedrichshulde erzielt. Die Stadt wird den Waldorf-Kindergarten an der Lindenallee weiterbauen. Das wurde gestern Nachmittag in einer Absichtserklärung festgelegt, die vom Förderzentrum unterschrieben wurde. Das bestätigte Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Auch in puncto Erbbaurechtsvertrag haben die Stadt und die Christengemeinde als Besitzer des Grundstücks laut Küchenhof die größte Hürde – Festlegung auf eine Waldorf-Kita für 99 Jahre – aus dem Weg geräumt.

„Ich gucke jetzt nach vorn, nicht mehr zurück. Unser Ziel ist es, den Kindergarten 2014 zu Ende zu bauen“, sagte die Verwaltungschefin. Sie geht davon aus, dass die Stadt die Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 332 000 Euro erhalten wird. Die Fristen wurden verlängert. Die Kosten für die „Biene Sonnenstrahl“ liegen bei zirka 1,2 Millionen Euro. An der Lindenallee sollen 35 Betreuungsplätze entstehen.

Die Stadt übernimmt – es ist der zweite Versuch. Wie berichtet, hatten sich Stadt und Förderzentrum bereits am 29. November auf diese Lösung geeinigt, um einen Ausweg aus dem Kita-Desaster – nach Fehlern bei der Ausschreibung ruhten die Bauarbeiten ein Jahr lang – zu finden. Schenefeld sollte für die Bauruine 188 000 ans Förderzentrum zahlen, das sich als Bauherr zurückzieht. Am 9. November intervenierte dann ein Rechtsanwalt des Förderzentrums beim Kreis. Die Fördermittel sollten an Friedrichshulde gehen, damit das Förderzentrum doch in Eigenregie weiterbauen kann. Die Stadt wurde über diesen Vorstoß nicht informiert, stellte Friedrichshulde daraufhin ein Ultimatum.

„Wir brauchten die Sicherheit, um weiter planen zu können“, sagte Küchenhof, die auf eine Entscheidung gedrängt hatte. „Unsere Position war immer ganz klar.“ Sabine Birkhoff, Geschäftsführerin des Förderzentrums, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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