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Gymnasium Schenefeld : Die Verwaltung weist Vorwürfe von Schulleiter Hartmut Appel zurück

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Kein Schnellschuss bei der Modernisierung des Schulzentrums. Bauamtsmitarbeiter Helge Feber stellte klar, dass einige von Appels Behauptungen nicht den Tatsachen entsprechen.

Schenefeld | Ein Sanierungsstau im Gebäude und im Außenbereich. Acht Jahre verschlafen. Eine Schule, die nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist. Die scharfe Kritik, die Schulleiter Hartmut Appel zum Zustand des Gymnasiums Schenefeld öffentlich im Schul- und Bauausschuss geäußert hatte, blieb von Seiten der Verantwortlichen im Bauamt unkommentiert. Damit ist es vorbei. Bauamtsmitarbeiter Helge Feber stellte klar, dass einige von Appels Behauptungen nicht den Tatsachen entsprechen. „Es ist falsch, dass die 2013 beschlossene Sanierung von drei Klassenräumen am Gymnasium nicht erfolgt ist“, betonte Feber. Die Räume seien saniert worden. Richtig sei: Dass die für 2014 geplante Sanierung geschoben worden und auch 2015 nicht erfolgt sei. Dies sei aber in Abstimmung und auch auf Wunsch der Schule erfolgt. „Es gab ein regelrechtes Hin und Her.“ Feber räumte ein, dass es im Nachhinein in diesem Fall besser gewesen wäre, aus fachlicher Sicht zu entscheiden, über den Kopf der Schule hinweg.

Fakt ist: Auch wenn die Meinungen über den Sanierungsstau am Gymnasium auseinandergehen, niemand bestreitet, dass gehandelt werden muss – und zwar am gesamten Schulzentrum. „Der zwingende Modernisierungsbedarf ist dem Alter der Gebäude geschuldet. Reparieren allein, reicht nicht mehr“, betonte Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz. Er forderte ein Modernisierungskonzept, damit kein „70er Jahre Museum“ entsteht. Auch Kay Plewnia (CDU) machte sich dafür stark, genau zu gucken, was an den beiden Schulen gebraucht und umgesetzt werden muss.

Anfang November soll es eine gemeinsame Begehung des Schulzentrums mit Vertretern des Bau- und des Schulauschusses geben, um den Ist-Zustand vor Ort zu analysieren. Einen Modernisierungs-Schnellschuss wird es aber wohl auch nach Appels aufrüttelnder Brandrede nicht geben. Denn nach der Absetzung des ehemaligen Schulleiters Rolf Schell hat Appel die Leitung des Gymnasiums im Juni 2015 nur kommissarisch übernommen. Die Stelle soll zum 1. Februar 2016 neu besetzt werden. Der Fahrplan zur Modernisierung des 40 Jahre alten Schulgebäudes soll dann mit der neuen Schulleitung erarbeitet werden.

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erstellt am 17.Okt.2015 | 15:00 Uhr

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