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Zu viel Bedarf in Schenefeld : Die Tafel plant einen zweiten Ausgabetag

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bei aktuell 600 registrierten Kunden stößt die Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenze. Die Mitgliederzahl ist auf 230 gestiegen.

Schenefeld | Nein, sie verlieren nicht die Ruhe, nicht den Überblick – und auch nicht den Spaß an ihrer Arbeit. Auch wenn die Zahlen, die Tafel-Chef Mathias Schmitz den Mitgliedern am Mittwochabend im Juks präsentierte, alarmierend sind. Inzwischen werden in der Einrichtung am Osterbrooksweg 600 registrierte Kunden mit Lebensmitteln versorgt. Jeden Donnerstag kommen bis zu 280 bedürftige Menschen aus Schenefeld und Halstenbek zur Tafel. „Die Zahl ist explosionsartig gestiegen“, sagt Schmitz. Er rechnet ganz fest damit, dass die 300er-Grenze noch in diesem Jahr erreicht wird. Die Kapazitäten sind erschöpft. Der Vorstand reagiert, plant einen zweiten Ausgabetag für das kommende Jahr, um dem Ansturm Herr werden zu können.

Da kommt etwas zu auf die ehrenamtlichen Tafel-Helfer: Laut Schmitz wird ein zweites Sortierteam benötigt, ebenso eine zweite Kundenregistrierung. Der Vorstand benötigt organisatorische Unterstützung. Mit den konkreten Planungen soll nach den Herbstferien begonnen werden.

Immer mehr Flüchtlinge: Das hat die Tafel in den vergangenen Monaten deutlich zu spüren bekommen. Und der Vorstand rechnet damit, dass die Zahlen weiter ansteigen werden – und damit auch die Kunden der Tafel. Wichtig für die Verantwortlichen: Sie müssen dafür sorgen, dass genug Lebensmittel zur Verteilung zur Verfügung stehen. „Wir geben ausschließlich Lebensmittel aus, die wir gespendet bekommen“, betonte Schmitz. Sein Appell: In Schenefeld sollten keine haltbaren Lebensmittel mehr weggeschmissen werden. Nicht nur von Discountern und Supermärkten erhält die Tafel Waren. Auch Privatpersonen können original verschlossene und unbearbeitete Lebensmittel im Osterbrooksweg 13a abgeben – und zwar jeweils vormittags am Montag, Mittwoch und Donnerstag. Der Tafel-Vorsitzende dankte allen Spendern und Unterstützern.

Immer mehr Halstenbeker

Schmitz betonte, dass auch immer mehr Halstenbeker den Weg zur Tafel finden. Der von der Ideenwerkstatt Halstenbek angebotene Fahrdienst werde gut angenommen. Die Einrichtung einer Tafel-Zweigstelle in der Nachbargemeinde wurde zwar andiskutiert, laut Schmitz habe sich dieser Ansatz aber nicht als optimal herausgestellt und werde nicht weiter verfolgt.

Nicht nur die Kundenzahl ist gestiegen. Nach nunmehr drei Jahren hat sich die Mitgliederzahl von 70 auf aktuell 230 erhöht. Auch die Zahl der aktiven Helfer kann sich sehen lassen. Sie liegt bei 90, beim Tafelstart im Dezember 2012 waren es 50. „Allein aus dieser zahlenmäßigen Entwicklung können wir ersehen, dass die Schenefelder Tafel ein sehr aktiver und sehr positiv wahrgenommener Verein ist“, sagte Schmitz. „Wir wissen wie Tafel funktioniert und leben es.“

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erstellt am 16.Okt.2015 | 10:00 Uhr

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