Jahresrückblick 2017 : Die Sportwelt geht in Flammen auf

Die Feuerwehr aus der ganzen Region war stundenlang im Einsatz, um den Brand einer Tennis- und Badmintonhalle zu löschen. Autos auf dem Nachbargrundstück wurden beschädigt.
Die Feuerwehr aus der ganzen Region war stundenlang im Einsatz, um den Brand der Tennis- und Badmintonhalle zu löschen. Autos auf dem Nachbargrundstück wurden beschädigt.

420 Einsatzkräfte bekämpfen am 10. August einen Großbrand im Racket Center in Schenefeld.

shz.de von
27. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Schenefeld | Inferno in den Mittagsstunden: Am 10. August geriet das Schenefelder Racket Center Sportwelt in Brand. Es war das größte Feuer im Kreis Pinneberg.
420 Kräfte von diversen Feuerwehren, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk, der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein, Schutz- und Kriminalpolizei waren im Einsatz. In der Spitze waren es rund 250 Einsatzkräfte zeitgleich. Die Schenefelder waren 24 Stunden lang im Einsatz.

Das Lebenswerk von Jan Timmermann, Miteigentümer der Sportwelt, ging in rasanter Geschwindigkeit in Flammen auf. Die Feuerwehr hatte keine Chance, das Gebäude zu retten.

Später beklagen die Beamten, dass die Gaffer die Rettungsarbeiten erschwert haben. Restaurantgäste sollen sich nach Augenzeugenberichten sogar geweigert haben, das Lokal zu verlassen, da sie das Essen ja schließlich bezahlt hätten.

Besonders die Schenefelder Wehr hatte viel zu tun. „Den letzten Nachlösch-Einsatz hatten wir am 24. August, 14 Tage nach dem Einsatz“, sagte Wehrführer Tomas Berens. Dies sei dem Gebäude geschuldet gewesen. „Unter dem eingestürzten Dach flammten die Holzbalken immer wieder auf.“ Er lobte seine Mannschaft ausdrücklich: „Die Kameraden haben ganz toll durchgehalten.“

Zwischenzeitlich kam Kritik auf, die Wehr sei zu spät vor Ort gewesen. Dem widersprach Berens entschieden: „Diese Kritik ist ganz klar zustande gekommen, weil der Einsatzleiter erstmal zum Haupteingang (in die Holzkoppel) gefahren ist. Leute, die auf der Blankeneser Chaussee oder bei Opel Kröger auf dem Parkplatz stehen, die bekommen das gar nicht mit.“

Die Ursache ist nach wie vor unklar. Die Polizei hat die Brandstelle zwar mittlerweile wieder freigegeben. Allerdings sei der Brandbericht noch nicht fertig, so die Polizei.

Kürzlich sagte Timmermann im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Ruine planmäßig bis Ende des Jahres abgerissen werden soll. „Dann sehen wir weiter. Wir stehen in Verhandlungen mit der Versicherung. Mein Interesse ist natürlich schon, das Gebäude wieder aufzubauen“, führte er aus. Allerdings nur, wenn es die Umstände hergeben. „Mehr kann ich dazu noch nicht sagen.“

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