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Infrastruktur : Die Schulen bekommen Glasfaser

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Drei der vier Bildungseinrichtungen in Schenefeld sollen ab 2018 besser ausgerüstet werden.

Schenefeld | Es ist ein leidiges Thema: die Internetverbindung. Bereits mehrfach hatten die Leiter der Schenefelder Schulen sich in der Vergangenheit während der Fachausschüsse beschwert, dass die Verbindung zu langsam sei – zuletzt im Schulausschuss. Nun wollte die CDU eine Verbesserung schaffen: Für den nächsten Schulausschuss bringt die Fraktion einen entsprechenden Antrag ein. Darin heißt es: „Die Modernisierung und Digitalisierung an Schenefelds Schulen kann dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn den Schülern und Lehrern für die Nutzung moderner Technik gleichzeitig schnelles Internet zur Verfügung steht.“ Die derzeitige Anbindung mit maximaler Geschwindigkeit von 16 Megabit pro Sekunde sei „absolut unzureichend“.

Jetzt löst unverhofft das Land Schleswig-Holstein das Problem der Stadt: Dank der finanziellen Unterstützung können drei der vier Schulen im Laufe des Jahres 2018 mit Glasfaser versorgt werden. Den Zuschlag erhalten haben die Grundschule Altgemeinde, die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium. Das sagte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Problem mit den langsamen Verbindungen sei ihr bekannt. Mit der modernen Ausstattung wäre die Verbindung bereits besser als jetzt. Zusätzlich könnten zur Grundausstattung höhere Datenvolumen dazugebucht werden. Diese Zusatzkosten müsste die Stadt tragen, so Küchenhof. Den Glasfaserausbau und die Grundausstattung hingegen trägt das Land Schleswig-Holstein. Ob die dann vorgegebene Geschwindigkeit ausreicht oder weitere Datenmengen zugebucht werden sollen, sei dann eine politische Entscheidung.

Laut Küchenhof hat das Land im Zuge eines Planfeststellungsverfahrens alle Schulen nach dem Internet-Bedarf befragt, um den Ausbau voranzutreiben. Nur die Gorch-Fock-Schule sei aus „wirtschaftlichen Gründen“ rausgefallen. Bei den anderen Bildungseinrichtungen greift das Land der Stadt unter die Arme.

Für Tobias Löffler, Pressesprecher der CDU, ist Schenefeld mit einem eigenen IT-Beauftragten und hohen jährlichen Investitionen in die technische Ausstattung sowie medienpädagogischen Konzepten Vorreiter bei der Modernisierung und Digitalisierung. Doch die „desolate Internetanbindung“ der Schenefelder Schulen stehe dem Projekt zunehmend im Weg. Mit dem Antrag wolle die CDU-Fraktion Abhilfe schaffen und hofft, dass die Verwaltung spätestens bis zu Beginn des nächsten Schuljahres Lösungen vorlegen kann. „Es wäre nicht tragbar, wenn Schenefelds Weg in die Zukunft an diesem Flaschenhals scheitern würde“, so Löffler.

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erstellt am 15.Jun.2017 | 10:00 Uhr

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