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Schulzentrum Schenefeld : Die Sanierungspläne liegen auf dem Tisch

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Schenefelder Bildungseinrichtungen sollen umgebaut werden. Grüne und CDU haben Vorschläge erarbeitet.

shz.de von
erstellt am 04.Jul.2017 | 15:30 Uhr

Schenefeld | Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Klar ist, dass das Schulzentrum in Schenefeld saniert werden soll. Wie genau, war jedoch lange Zeit unklar. Bisher hatten sich Politik und Verwaltung hauptsächlich auf den Umbau der Grundschulen konzentriert. Nun sollen die weiterführenden Schulen drankommen. Heute Abend tagt der Schulausschuss. Im Vorfeld haben Grüne und CDU Pläne erarbeitet, um eine Diskussionsgrundlage zu haben. Daraus wird deutlich: Beide Fraktionen wollen möglichst schnell vorankommen.

Für die Grünen ist es zwingend erforderlich, dass zunächst eine Gesamtplanung für die Modernisierung auf den Weg gebracht wird. „Hierzu sind im Haushalt 2018 die erforderlichen Mittel für die Auftragsvergabe an externe Planungsbüros einzustellen“, schreibt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Mathias Schmitz. „Wir erwarten, dass priorisierte erste Umsetzungen dann im Haushaltsjahr 2019 erfolgen.“ Schmitz rechnet mit Investitionskosten von mindestens 5,6 Millionen Euro.

Für das Schulzentrum wollen die Grünen auf jeden Fall die Erneuerung der Dächer, die mehrfach verschoben wurde, angehen. Dies müsse „integraler Bestandteil der Modernisierungsplanung sein“, schildert der Grünen-Chef. Moderne Flachdächer, die auch langfristig dicht sind, hält er für „angemessen“. Die Dächer sollten zudem mit Solaranlagen ausgestattet werden. Grundlegend für die Modernisierung des Schulzentrums ist aus seiner Sicht zudem eine umfassende energetische Modernisierung, die alle Aspekte umfasst – also Beleuchtung, Heizung, Belüftung, Fenster, bestehende Kältebrücken und Schwachstellen in der Gebäudefassade und Keller. Die Planung von Varianten für Lage und Größe der Mensa soll aus Sicht der Grünen bis Oktober 2018 abgeschlossen sein. „Die Mensa für das Schulzentrum hat eine hohe Priorität und sollte als multifunktionaler Raum geplant werden“, fordert Schmitz.

Weit auseinander sind Grüne und CDU bei ihren Forderungen nicht. Der Schulausschussvorsitzende und gleichzeitige Pressesprecher der CDU, Tobias Löffler, spricht sich dafür aus, „die fachliche Beratung des Schulausschusses mit Festlegung der entscheidenden Ziele im Jahr 2017 abzuschließen“. Gleichzeitig soll in enger Zusammenarbeit mit dem Bauausschuss ebenfalls noch in diesem Jahr die Art und Weise der Ausschreibung, Planung und Baukoordinierung festgelegt werden, damit in den Haushalt 2018 entsprechende Planungsmittel eingestellt werden können. Mit den Planungsentwürfen sollen sich die entsprechenden politischen Gremien im nächsten Jahr beschäftigen, um für den Haushalt 2019 rechtzeitig Investitionsbeträge zu ermitteln und einzustellen. „Gegebenenfalls sollte mit einzel-nen Maßnahmen, zum Beispiel dem Neubau, auch früher begonnen werden. Hierfür wären entsprechend außerplanmäßig Mittel im Haushaltsjahr 2018 bereitzustellen“, fordert Löffler. Die Ausschusssitzung heute Abend ist öffentlich. Diskutiert werden soll ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses, Holstenplatz 3-5.

Pläne der Grünen (Auszüge)

Für das Gymnasium fordern die Grünen:

  • die Bereitstellung einer ausreichenden Zahl an Klassenräumen und Gruppenräumen für die Varianten G8 und G9
  • Fachräume für Chemie und Biologie inklusive ausreichend großer und gut eingerichteter Sammlungsräume
  • den Neubau eines getrennten Traktes für die Fachschaft Musik, um mehr Platz zu schaffen
  • die Einrichtung von Sonderräumen wie Lerninseln, DAZ Zentrum, Aufenthaltsräumen für Schüler
  • Erweiterungen im Lehrertrakt: Ruheraum, Vergrößern der Toiletten, Krankenzimmer mit Tageslicht und Besprechungsraum
  • die Neugestaltung der Pausenhalle

Für die Gemeinschaftsschule fordern die Grünen:

  • das Schaffen von Differenzierungsräumen für alle Klassenräume der Gemeinschaftsschule für einen modernen Unterricht und eine erfolgreiche Inklusion
  • das Schaffen von je einem weiteren Fachraum für Physik, Chemie und Biologie sowie je einem Sammlungsraum
  • die Planungen im Lehrertrakt für Berufsorientierung, ein Elternsprechzimmer, einen Ruheraum und die Unterbringung der Lehrmittel: Es wäre wünschenswert, wenn das Krankenzimmer so verlegt wird, dass auch dort Tageslicht besteht
  • den Haupteingang der Gemeinschaftsschule neu zu gestalten
  • die Treppenhäuser und Flure  heller und attraktiver zu gestalten (auch in diesen Nebenflächen ist eine Verbesserung der Akustik geboten)
  • die Umgestaltung der überwiegend trümmerigen Innenhöfe, um zu einer funktionalen und gestalterischen Aufwertung zu kommen
Pläne der CDU (Auszüge)

Für das Schulzentrum fordert die CDU:

  • die Mensa im Bereich der jetzigen Mensa/Cafeteria (Süd- westen) sowie des sich anschließenden Innenhofs und der jetzigen Räume für Werken, Kunst, Biologie und Physik auf einer Fläche von etwa 450 Quadratmeter einzurichten
  • die jetzige Cafeteria des Gymnasiums zu  integrieren (entscheidender Vorteil ist die zentrale Lage und damit die Möglichkeit, den gewünschten gemeinsamen Mittelpunkt des Schulzentrums zu schaffen)
  • einen Neubau im östlichen Bereich der Gemeinschaftsschule, um weite Räume zu schaffen und die Raumnot dadurch zu bekämpfen
  • einen zweigeschossigen Anbau für sechs bis acht neue, große Räume, die von der Gemeinschaftsschule genutzt werden können
  • die Nutzung von Räumen der Gemeinschaftsschule durch das Gymnasium  im Bereich des südwestlichen Obergeschosses
  • eine energetische Sanierung (insbesondere bei der Neugestaltung der Dächer sollte dies berücksichtigt werden)
  • die Sanierung und Umwidmung des alten Lehrerzimmertraktes der Realschule für die im Bereich der Mensa wegfallenden naturwissenschaftlichen Räume
  • eine Neugestaltung/Erweiterung der Musikräume des Gymnasiums
  • eine Umwidmung und Umbau der wegfallenden Cafeteria des Gymnasiums zu einem Aufenthalts- und Arbeitsbereich für Lehrer
  • die Fortsetzung der bereits begonnenen Sanierungen der Klassenräume
 
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