zur Navigation springen

Schenefeld : Die Radfahrer dürfen auf die Straße

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2015 | 14:00 Uhr

Schenefeld | Ein Schenefelder Bürger hatte den Kreis Pinneberg zum Handeln aufgefordert – und der wird jetzt auch reagieren. Auf einem Teilabschnitt der Hauptstraße wird die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben. Das bestätigte gestern Kreis-Pressesprecher Oliver Carstens. Der Zustand des Radwegs sei nicht mehr zumutbar. Zudem befände sich eine große Eiche quasi mitten auf dem Radweg. Radler dürfen künftig dann auch auf der Straße fahren. Sie müssen es nicht. Dem Kreis Pinneberg drohte eine Untätigkeitsklage.

Erbittert wurde in der Schenefelder Politik darum gestritten, ob die Radwegebenutzungspflicht an der Blankeneser Chaussee aufgehoben werden soll. Eine Mehrheit hat sich am Ende dafür ausgesprochen, einen entsprechenden Antrag bei der zuständigen Behörde des Kreises zu stellen. Während dieses Verfahren noch läuft, schafft der Kreis an anderer Stelle in der Stadt bereits Fakten. Der Kreis schickt die Radler auf die Hauptstraße.

Kreis-Pressesprecher Oliver Carstens bestätigte gestern, dass der Kreis Pinneberg beabsichtigt, die Radwegebenutzungspflicht an der Hauptstraße aufzuheben. „Ein entsprechender Bescheid wird wohl im Laufe des Aprils aus dem Kreishaus verschickt. In dem entsprechenden Prüfverfahren fehlen aber noch einige Stellungnahmen“, betonte Carstens.

Die Schenefelder Bürger machen Druck. Eine Privatperson hat sich an den Kreis gewandt. Hintergrund: Viele Radwege in Schenefeld – auch die an der Blankeneser Chaussee und an der Hauptstraße – entsprechen, was die Breite angeht, nicht mehr den gesetzlichen Mindestanforderungen. Und: Sie befinden sich in schlechtem Zustand. „Das ist auch an der Hauptstraße der Fall“, sagt Carstens. Zudem stehe eine Eiche quasi mitten auf dem Radweg. In diesem Abschnitt werde die Benutzungspflicht aufgehoben.

Carstens verweist auf einen Einzelfall. Der Einzelantrag sei verbunden mit der Androhung einer Untätigkeitsklage. „Einer solchen würde der Kreis einerseits zwar gelassen entgegensehen, andererseits können wir in diesem konkreten Fall aber schon eine Entscheidung fällen, unabhängig davon, dass wir das Thema Radwegebenutzungspflicht im Kreisgebiet bald in Gänze neu bewerten und das entsprechende Brett somit recht dick gebohrt wird.“ Die Verkehrsbehörde überprüft zurzeit, wo eine Benutzungspflicht noch nötig erscheint. 

In Schenefeld haben sich die Grünen dafür stark gemacht, den Radfahrern die Entscheidung selbst zu überlassen, ob sie auf der Straße fahren möchten. Wichtig: Auch wenn die Benutzungspflicht aufgehoben wird, darf der Radweg weiter benutzt werden, wenn die Stadt Schenefeld entsprechende Schilder aufstellt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen