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Sammelunterkunft in Schenefeld : Die Politik gibt der Stadt freie Hand

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Hasselbinnen oder Osterbrooksweg? Bodengutachten für Wahl des Standorts sind entscheidend.

Schenefeld | Das Bodengutachten wurde in Auftrag gegeben. Dem Kreis liegt eine Bauvoranfrage vor. Die Stadt drückt mächtig aufs Tempo, um die Sammelunterkunft für bis zu 230 Flüchtlinge so schnell wie möglich auf dem ehemaligen Spar-Parkplatz, den die Stadt gekauft hat, zu bauen – entweder auf dem Grundstück am Hasselbinnen oder direkt am Osterbrooksweg. Die Politik gibt der Stadt freie Hand, hat sich am Dienstagabend im Hauptausschuss nicht auf einen der beiden vorgeschlagenen Standorte festgelegt. „Beide sind gut“, betonte CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke. Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof favorisiert den Osterbrooksweg. „Direkt an der Straße wäre die Unterkunft besser einsehbar.“ 2,1 Millionen Euro muss die Stadt in das Gebäude investieren.

Fakt ist: Da sich unter dem Spar-Parkplatz eine Mülldeponie befindet, kommt dem Bodengutachten bei der Entscheidungsfindung in Schenefeld und der Genehmigung durch die Kreisbehörde eine große Bedeutung zu. Die Expertise könnte laut Bürochef Melf Kayser in zirka zwei Wochen vorliegen. Eine Container-Lösung wird in Schenefeld weiterhin abgelehnt – auch aus Kostengründen. „Für Container im Wert von 2,8 Millionen Euro muss man zurzeit 4,2 Millionen Euro zahlen“, sagte Kayser.

Information und Einbindung der Bevölkerung: Das ist der Bürgermeisterin in diesen bewegten Tagen wichtig. Sie plant für Anfang November eine Informationsveranstaltung. Dabei geht es vor allem auch um die Anwohner im Bereich der alten Post. Denn das städtische Gebäude am Heisterweg wird im Obergeschoss zurzeit zur Flüchtlingsunterkunft ausgebaut. 80 Männer sollen hier ab Mitte November ein Dach überm Kopf finden – eigentlich nur übergangweise, denn das Postgebäude spielt eine zentrale Rolle bei der Stadtkerngestaltung.

Küchenhof betonte, dass die Flüchtlingsfrage die Stadt über Jahre beschäftigen werde. „Inzwischen kommen 40 Prozent der Menschen, die zu uns kommen, aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Sie haben ein Bleiberecht und sie dürfen auch ihre Familien nachkommen lassen.“ Die Gesellschaft werde sich nachhaltig verändern. Eine Sammelunterkunft wird auf den Weg gebracht, eine weitere könnte nötig sein. „Angesichts der Zahlen erwarten wir auch in 2016 keine Entspannung“, sagte Kayser.

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erstellt am 24.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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