Die LSE soll grüner werden

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Politik will Umbau der Landesstraße / Eingeschränktes Parken in der Siedlung / Debatte um Grünachse

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24. Februar 2018, 16:35 Uhr

Während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstagabend standen drei Themen im Mittelpunkt: der Umbau der Altonaer Chaussee/LSE, die Grünachse Sülldorfer bis Osdorfer Feldmark und die Verkehrssituation in der Stadt.

Der in der vergangenen Sitzung bereits favorisierte Vorschlag, die Altonaer Chaussee dichter zu begrünen und umzubauen, fand Zustimmung bei allen Fraktionen.

Zunächst stellte sich aber die neue Ordnungsamtsleiterin Andrea Pinzek (Foto) vor und nahm Anregungen zum Thema Verkehr entgegen. Die CDU- und die BfB-Fraktion hatten angeregt, das Parken in der Siedlung dort einzuschränken, wo viel Begegnungsverkehr ist – beispielsweise am Kreisverkehr Swatten Weg, in der Lindenallee sowie am Parkgrund und der Lornsenstraße. An der Friedrich-Ebert-Allee sollten Radfahrer die Fußwege nutzen dürfen. Das Parken soll in Höhe der Bushaltestelle eingeschränkt werden. Pinzek sagte zu, sich um die Parksituation zu kümmern und die Anliegen zu prüfen. Die Radfahr-Angelegenheit werde an den Kreis weitergegeben. Einem eingeschränkten Halteverbot zur Rushhour an der Blankeneser Chaussee erteilte die Verwaltung eine Absage. Diese Entscheidung habe die Straßenverkehrsaufsicht des Kreises Pinneberg getroffen.

Einig war sich die Politik beim Umbau der Altonaer Chaussee. Zwar muss der Rat noch zustimmen, Diskussionen gab es im Ausschuss aber keine mehr. Zur Wahl standen vier Varianten. Tunnel und Trog hätten jeweils etwa zehn Millionen Euro gekostet und fanden keine Zustimmung, ebenso wenig die Reduzierung der Spuren, um den Bussen mehr Platz einzuräumen. „Am besten wäre der Tunnel gewesen“, sagte Holm Becker (CDU). „Nur dadurch wäre die trennende Wirkung aufgehoben worden.“ Der Umbau nehme jedoch zu viel Platz weg und sei zu teuer, befand Becker.

Die Politik sprach sich einstimmig für die Variante 1 aus. Von der Ortseinfahrt bis zum Schenefelder Platz sollen neue Grünstreifen in der Mitte der Fahrbahn platziert und verbreitert werden. Rad- und Fußwege wären neu angeordnet und getrennt voneinander. Die Umsetzung würde nach ersten Prognosen 3,7  Millionen Euro kosten. Allerdings gab es von der Politik noch Änderungswünsche zum Konzept vom Ingenieurbüro Dänekamp und Partner: Der Abbieger zum „Stadtzentrum“ fällt weg, die neuen, deutlich breiteren Überwege sollen farblich gekennzeichnet werden. Das letzte Wort hat aber ohnehin der Landesbetrieb Verkehr (LBV). Der Beschluss ist Verhandlungsgrundlage der Verwaltung für die Gespräche mit dem LBV in Itzehoe.

Die Anregung der CDU, die Altonaer Chaussee mit Offenporigem Asphalt zu sanieren, um den Lärm zu reduzieren, will die Verwaltung ebenfalls an den Landesbetrieb weitergeben. Allerdings merkte Stadtplaner Ulf Dallmann an, dass der Asphalt erst bei Tempo 70 seine Wirkung entfalte.

Zuletzt ging es um die Grünachse, die Frischluft zwischen Schenefeld und Hamburg zirkulieren lässt. Ende Januar stellte eine Gruppe Naturschützer eine Untersuchung dazu vor. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur an einer Stelle ist die Feldmark noch durchlässig.

Da alle Fraktionen damals signalisierten, dass ihnen die Grünachse wichtig ist, bereitete Dallmann zwei Anträge vor, um eine zu enge Bebauung zu verhindern. Zustimmung fand nur eine Veränderungssperre des B-Plans für das Areal der ehemaligen Deponie an der Blankeneser Chaussee. Für die Ackerflächen südlich der Straße „Im Winkel“ befanden CDU und SPD keine Notwendigkeit, schnell tätig zu werden. Dies wurde ebenso in die Fraktionen verwiesen wie eine Änderung der Außenbereichssatzung Blankeneser Chaussee, die vorsah, verstärkt auf Gebäude zu setzen, die mehr Luft dazwischen zulassen. Der Ausschussvorsitzende Mathias Schmitz (Grüne) monierte: „Alle Anträge, den Achsenzwischenraum zu schützen, sind in den vergangenen 25 Jahren abgelehnt worden.“

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