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Pläne in Schenefeld : Die Lebenshilfe will die Kitas fusionieren

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Montessori-Kinderhäuser sollen an zwei Standorten zusammengelegt werden. Der Grund sind zu hohe Kosten. Jetzt diskutieren die Fraktionen.

Schenefeld | Die Lebenshilfe will die fünf Kita-Standorte in Schenefeld zu zweien zusammenlegen. Erhalten bleiben die Einrichtungen Kehrwieder 5/7 (als eine organisatorische Einheit) und die Schulstraße 14b. Die Umstrukturierungen sollen jedoch ohne einen Abbau von Betreuungsplätzen passieren, betont Christine Heins, Geschäftsführerin der Lebenshilfe in Schenefeld. Hintergrund ist die Einsparung von Kosten. Insgesamt 180 Mädchen und Jungen werden derzeit in den Montessori-Kinderhäusern in der Düpenaustadt betreut.

Bis vor kurzem gab es Differenzen zwischen Stadtverwaltung und Lebenshilfe, was den Ablauf angeht. Diese seien aber nun aus dem Weg geräumt, betonte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Sie bezeichnete die Pläne als „sinnvolle Maßnahme“. Die Kosten für den notwendigen Umbau müsse die Stadt tragen. Die Eltern wurden in dieser Woche informiert.

Die Politik hatte das Thema beim jüngsten Sozialausschuss zunächst zurück in die Fraktionen gezogen, um sich zu beraten. Beim nächsten Sitzungstermin sollen die Pläne erneut auf die Tagesordnung. Derzeit betreibt die Lebenshilfe an fünf Standorten Montessori-Kinderhäuser: Borgfelde 3, Kehrwieder 5, Kehrwieder 7, Kreuzweg 9 und Schulstraße 14 b. Die Kitas Borgfelde und Kehrwieder seien „defizitär“, heißt es in dem Antrag von Heins. Erhalten bleiben sollen die Kitas Kehrwieder 5 und 7 (die zwei Einrichtungen sollen als eine Einheit geführt werden) und Schulstraße.

Die Einrichtung rechnet damit, dass pro Jahr insgesamt 70.000 Euro eingespart werden können. Unter anderem könnten die Kosten für Essensbeförderung und allgemeine Ausgaben wie Versicherung, Instandhaltung der Außenanlagen und die Verwaltungskosten durch die Fusion deutlich reduziert werden. Zudem fällt ein Frühdienst weg. Die Kosten für Umbau und Umzug im Haus Kehrwieder beziffert Heins auf zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Der Umbau in der Schulstraße wird ebenfalls auf einen Betrag zwischen 15.000 und 20.000 Euro geschätzt.

Ursprünglich war geplant, zum kommenden Sommer umzuziehen. Küchenhof zweifelt an, dass dies so schnell möglich sein wird. „Das ist weiter unser Ziel“, sagte Heins hingegen gestern im Gespräch. Die Eltern müssten sich keine Sorgen machen. Es würden neue Verträge für die Betreuung für den Sommer geschlossen. „Wir verschlanken uns und wollen Synergieeffekte nutzen. Letztendlich geht es da um öffentliche Gelder, die wir für die Stadt so einsparen“, so Heins. Bis auf den Umzug der Gruppen gebe es für die Eltern keine Veränderung. Für den Sommer 2018 sei zudem geplant, dass die Hortgruppe in der Schulstraße geschlossen wird. Dies liege aber an den Planungen der Stadt, die bis dahin den offenen Ganztag an den Grundschulen verwirklichen will.

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erstellt am 06.Apr.2017 | 10:00 Uhr

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