Wettkampf : Die jungen Turner sind ganz vorne mit dabei

Teamgeist ist gefragt.

Teamgeist ist gefragt.

180 Schülerinnen und Schüler zeigen ihre sportliche Seite.

shz.de von
23. März 2017, 16:00 Uhr

Schenefeld | Aufwendig gestaltete Pyramiden und sportliche Drehungen auf dem Schwebebalken. 180 Schüler des fünften und siebten Jahrgangs haben sich gestern beim Turnwettkampf am Gymnasium Schenefeld von ihrer sportlichen Seite gezeigt. Die Mädchen und Jungen durften sich drei Übungen aus den Disziplinen Sprung, Boden, Reck, Barren, Stufenbarren und Schwebebalken aussuchen. „Die Veranstaltung kommt bei dieser Altersklasse sehr gut an“, sagte Sportlehrer Maik Gehrke. Ein Team von vier Sportlehrern, 20 Oberstufenschülern und fünf Leistungsturnerinnen betreuten das Event. Einige der jungen Sportler sind so gut, dass sie die Schule beim Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ vertreten dürfen.

Die Schüler demonstrierten mit ihren gekonnten Übungen, dass die Faszination für Turnen ungebrochen hoch ist. Die einzelnen Figuren übten sie im Unterricht. Das Fach Turnen gehört traditionell zum Unterrichtsangebot am Gymnasium. „Haltung und Körperspannung sind beim Turnen wichtige Aspekte“, betonte Gehrke. Hinzu komme die Fähigkeit, sich lange mit einer Übung zu beschäftigen und seine jeweilige Ausdauer zu schulen. Einige erfolgreiche Turner kämen aus den Sportvereinen Blau-Weiß 96 sowie der Halstenbeker Turnerschaft.

Die Leistungsturnerinnen Lina Rathscheck (15), Fenja Kalex (14), Lisa Lange (15), Paulin Sprenger (15) und Turnküken Helena Zunkel (12) gehören zur vielversprechenden Turnelite. Nachdem sie in den Vorjahren knapp ihr Ziel verfehlten, ist es ihnen gelungen, die Schule beim Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ zu vertreten. Veranstaltungsort ist vom 2. bis 6. Mai Berlin. „Dass die Mädchen so weit gekommen sind, liegt an meiner Kollegin Julia Gätjens“, erläuterte Gehrke. Die Lehrerin und Trainerin sei sozusagen die „Mutter des Erfolges“.

Die Fünftklässlerinnen haben Spaß bei den Gruppenübungen.
Frauke Heiderhoff
Die Fünftklässlerinnen haben Spaß bei den Gruppenübungen.
 

„Turnen ist ein toller Sport, weil es gilt, vielfältige Herausforderungen an zahlreichen Geräten zu meistern“, erläuterte Lina. Inzwischen sei sie seit zehn Jahren Leistungsturnerin. Fenja bereiten vor allem „Turnwettkämpfe aller Art“ Spaß. Lisa und Paulin trainieren zweimal die Woche drei Stunden und einmal die Woche zweieinhalb Stunden. „Um im Turnen erfolgreich zu sein, sind Durchhaltevermögen und Spaß am Sport erforderlich“, ergänzte Lisa. Genau wie Paulin hat sie erst im Alter von zehn Jahren mit dem Leistungsturnen begonnen. Die Mädchen zählen damit zu den Ausnahmen. Wer im Turnen erfolgreich sei, fange in der Regel in jungen Jahren mit dem Training an. Die Sportlerinnen betonten, dass es bei den Disziplinen häufig gelte, „Ängste zu überwinden“. Je jünger der Turner ist, desto weniger seien, wie bei anderen Sportarten, Ängste im Spiel.

Frauke Heiderhoff
 

Die Jugendlichen der siebten Klasse demonstrierten Partnerübungen mit Mini-Trampolin. Alle Schüler erhielten Urkunden. Jugendliche anderer Jahrgänge sind bei anderen Sport-Angeboten vertreten. Dazu gehören am Gymnasium das Streetball- wie das Ultimate-Frisby-Turnier.

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