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Workshop im Rathaus : Die jungen Städtebauer von Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

20 Teilnehmer beim Workshop im Rathaus entwickeln viele kreative Ideen. Bürgerwiese im Fokus der Jugendlichen.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Das Rathaus verschiebt Malte auf dem großen Stadtkernmodell nach Norden, an die Industriestraße. „Dann haben wir die LSE schon überwunden“, sagt der 16-Jährige. Seine Kollegen knöpfen sich gleichzeitig im Ratssaal die Bürgerwiese vor, gestalten das Areal mit Hilfe von Stiften und Transparentpapier komplett um. Die Ideen sprudeln nur so. Ein kleiner See, der sich verengt. Eine Brücke, die hinüberführt auf die andere Seite, die Veranstaltungsfläche mit der großen Leinwand fürs Open-Air-Kino. Dazu noch ein Fitnessparcours, Bouleplätze und ein Schachspiel. Auch ein Kiosk und ein Café zeichnen sie ein. Auf der anderen Seite der LSE hat Tom-Niklas (17) eine Wasserskiarena geplant. „Mit nur zwei Masten. Das haben sie gerade in München so gebaut.“

Schenefeld bastelt an seinem Stadtkern – und gestern schlug die Stunde der Jugend. 20 Kinder und Jugendliche brachten ihre Ideen und Vorschläge ein, diskutierten und gestalteten die Zukunft ihrer Stadt.

„Für uns ist es ganz wichtig, wie junge Menschen denken, wie sie den Stadtraum wahrnehmen“, sagte Maja Fischer vom Büro Baumgart und Partner aus Bremen, das für Schenefeld ein Stadtkernkonzept erstellen wird. Die Bürgerwiese und der Bereich rund um das Rathaus standen im Fokus des Workshops. Dabei kam zum ersten Mal auch das Stadtkernmodell zum Einsatz, das die Stadt für 18  000 Euro hat anfertigen lassen. Freizeit gestalten: Vor allem dieses Thema bewegte Schenefelds junge Städtebauer. Sie wünschen sich Cafés, einen zentralen Veranstaltungsplatz, einen Sportplatz, ein Schwimmbad und ein Kino. Sie machen sich aber auch Gedanken darüber, wie der Düpenau-Grünzug in der Stadt ausgeweitet werden und wie der tote Platz vor dem Haupteingang des „Stadtzentrums“ aufgehübscht werden kann. „Wir brauchen genau diese Impulse, planen mit allen zusammen“, sagt Fischer. Die Architektin macht den Jugendlichen aber auch klar, dass sich nicht alles umsetzen lässt. Ihr erstes Fazit: „Die Jugendlichen wollen gar nicht immer nur unter sich sein. Sie wollen da sein, wo Leben ist, wo die Menschen sind und teilhaben an dieser Gesellschaft.“

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