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Achtern Teenbargen in Schenefeld : Die Investoren buhlen um letzte Fläche

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Handwerkerhöfe am Dannenkamp geplant. Achtern Teenbargen ist eine Erfolgsgeschichte. Stadt braucht neue Gewerbeareale.

Schenefeld | Es ist die letzte verfügbare Fläche im Gewerbegebiet Achtern Teenbargen – und um die buhlen jetzt gleich mehrere Investoren. Mit einem wird Bürgermeisterin Christiane Küchenhof in ganz konkrete Verhandlungen eintreten. Denn auf der 5500 Quadratmeter großen Fläche direkt neben dem städtischen Bauhof sollen Handwerkerhöfe entstehen, die an Betriebe vermietet werden. So der Plan des Investors. Wenn es zum Abschluss kommt, ist Achtern Teenbargen voll.

Schenefelds Gewerbegebiet hat sich in den vergangenen 15 Jahren zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. „31 Firmen haben sich dort angesiedelt“, sagt Dirk Rosenzweig, im Rathaus unter anderem auch für Wirtschaftsförderung zuständig. Dabei drohte Achtern Teenbargen anfangs eher zum Millionengrab für die Stadt zu werden. Im Jahr 2000 hatte die Stadt die ehemals landwirtschaftlich genutzte, 80.000 Quadratmeter große Fläche gekauft. Auf 50.000 Quadratmetern sollte Gewerbe angesiedelt werden. Schenefeld vermarktete das Gebiet in Eigenregie, verhandelte damals auch mit mehreren Großinvestoren. Doch die sprangen einer nach dem anderen wieder ab. Der Katzenjammer war groß.

Die Wende brachte die Entscheidung, die Flächen kleiner zu parzellieren. Plötzlich wurden sie für kleinere Firmen interessant. „Mittelständische Unternehmen haben sich angesiedelt“, sagt Rosenzweig. Auch Schenefelder Betriebe wie beispielsweise die Stadtbäckerei Drave fanden eine neue Heimat am Dannenkamp.

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Schenefelds Vermarktungserfolg ist aber gleichzeitig Schenefelds Problem. Es gibt keine Gewerbefläche mehr in städtischer Hand. Doch das soll sich ändern. Die Stadt hat die Verhandlungen über den Ankauf des ehemaligen Spar-Parkplatzes am Osterbrooksweg von der IVG Immobilien so gut wie abgeschlossen. Die Verträge sind beim Notar. Schenefeld ist bereit, 1,9 Millionen Euro zu investieren (wir berichteten). Die Stadt kann sich so zirka 30.000 Quadratmeter Gewerbefläche sichern – allerdings müssten erst die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um das Areal als Gewerbefläche zu vermarkten – und das kann dauern. Auch in Zusammenhang mit der Entwicklung eines Stadtkerns braucht Schenefeld weitere Gewerbeflächen. Das hatte Stadtplaner Ulf Dallmann deutlich gemacht. Dann könnte die Stadt Firmen, die rund um das „Stadtzentrum“ angesiedelt sind, eine Standort-Alternative anbieten, wenn es zu Veränderungen im Zentrum kommt. Zurzeit ist Schenefeld eine Stadt ohne freie Gewerbeflächen.

Der lange Weg zum Gewerbegebiet. 1989 wurde erstmals über den Standort diskutiert. 1990 folgte dann der Aufstellungsbeschluss. 1993 wurde  der Bebauungsplan aufgestellt. Im Jahr 2000 kaufte die Stadt dann das 80.000 Quadratmeter große Areal und begann mit der Vermarktung – nach 15 Jahren ist noch eine Fläche zu verkaufen.
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erstellt am 25.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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