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Schenefeld : Die Grundschulen halten an Noten fest

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

In den dritten und vierten Klassen wird es in Schenefeld keine Kompetenzraster geben. Vor allem Eltern lehnen Berichtszeugnis ab.

Schenefeld | Wenn es um die Bewertung der Dritt- und Viertklässler geht, ziehen Schenefelds Schulen an einem Strang. Sie halten auch in Zukunft an dem Notenzeugnis fest. Das haben die jeweiligen Schulkonferenzen entschieden. Der Vorstoß aus dem Kieler Bildungsministerium, die Noten an allen Grundschulen abzuschaffen und durch Berichtszeugnisse mit Kompetenzrastern zu ersetzen, ist in Schenefeld fehlgeschlagen. Die neue Grundschulverordnung schreibt zwar vor, dass es keine Ziffernzeugnisse mehr gibt – es sein denn, die Schulkonferenz entscheidet sich dagegen. Genau das ist in Schenefeld passiert.

„Die Entscheidung der Schulkonferenz war eindeutig“, sagt Eva-Maria Jürgens, Leiterin der Grundschule Altgemeinde. Vor allem die Eltern hätten sich klar dafür ausgesprochen, an der Notenvergabe nichts zu ändern. „Mit den Kompetenzrastern haben Eltern ihre Schwierigkeiten. Sie haben diese Art der Bewertung in eine Note transferiert, um zu wissen, wo ihr Kind steht. Das ist aber nicht der Sinn der Berichtszeugnisse.“ Keine Frage: Das Votum der Eltern hatte großen Einfluss auf die Entscheidung. Auch an der Gorch-Fock-Schule bleibt es bei der Notenvergabe ab der dritten Klasse. „Wichtig ist, dass wir an den beiden Schenefelder Grundschulen einheitliche Benotungssysteme haben“, sagt Schulleiterin Gudrun Limberg. Sie macht aber auch deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine endgültige Entscheidung für die kommenden Jahre handeln müsse. „Wir haben das Für und Wider offen und intensiv diskutiert – und dann eine Entscheidung getroffen.“

Noten abschaffen: Die Befürworter argumentieren, dass die Freude am Lernen und die Neugier der Schüler durch Noten gehemmt werden. Sie seien pädagogisch nicht sinnvoll und die Berichtszeugnisse wären wesentlich aussagekräftiger.

Noten beibehalten: Die Befürworter argumentieren, dass Noten für eine Vergleichbarkeit sorgen, dass das Streben nach guten Noten ein wichtiger Anreiz ist, die Leistung zu verbessern. Die Kompetenzraster sind für die Schüler und Eltern nicht nachvollziehbar. In Schenefeld setzen nicht nur die beiden Grundschulen auf das bewährte System. Auch an der Gemeinschaftsschule Achter de Weiden wird es in den fünften und sechsten Klassen keine Berichtszeugnisse, sondern Noten geben.

In den ersten und zweiten  Klassen wird bereits mit  Berichtszeugnissen und Kompetenzrastern gearbeitet. Die Lehrer beurteilen das Verhalten des Kindes in verschiedenen Bereichen mit Hilfe von Kreuzen. Beispiel Arbeitsorganisation: arbeitet konzentriert und zielgerichtet. Der Lehrer kann zwischen den Beurteilungen fast immer, überwiegend, wechselnd und selten auswählen. Über mehrere Seiten wird der Leistungsstand des Schülers mithilfe der Kreuze beurteilt. Noten oder Kreuze? Einige Schulen in Schleswig-Holstein versuchen, eine Kombination von Notenzeugnis und Berichtszeugnis umzusetzen.
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erstellt am 18.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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