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Baugebiet am Kiebitzweg : Die Feuerwehr fürchtet ein Parkplatzchaos

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2016 | 16:02 Uhr

Schenefeld | Ein Gewerbekomplex und gut 100 Wohnungen: Der Hamburger Investor Wolfram Lukas möchte am Kiebitzweg 40 Millionen Euro investieren. Die Pläne wurden jetzt öffentlich präsentiert. Knackpunkte bleiben der Verkehr und die Parkplatzsituation. Pro Wohneinheit soll in der Tiefgarage ein Stellplatz zur Verfügung stehen. Reicht das? Und wo sollen die Besucher parken? Das Quartier zwischen „Stadtzentrum“ und Feuerwache wird autofrei.

Ein Bürger merkte an, dass der Kiebitzweg schon jetzt völlig überlastet sei und in der Rush-Hour nicht noch mehr Verkehr vertragen könne. Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann erklärte, dass die Stadt vom Investor ein Verkehrsgutachten fordern werde, in dem genau diese Fragen untersucht werden. Es würden auch Expertisen für Lärm- und Geruchsemissionen erstellt.

Ganz genau im Blick hat das Bauvorhaben Schenefelds Feuerwehrchef Michael Schulz. Er hat seine Bedenken und Anregungen auch schriftlich an die Stadt geschickt. Ein Wohnquartier direkt neben der Feuerwache: Schulz wies auf das Konfliktpotenzial hin. „Auf unserem Gelände wird geübt, da laufen Motoren, leuchten die Scheinwerfer und knallen bei einem Einsatz nachts schon mal die Autotüren.“ Der Dienstbetrieb dürfe durch das Bauprojekt nicht eingeschränkt werden.

Große Bedenken äußerte der Feuerwehrchef auch bezüglich der Parkplatzsituation rund um den Kiebitzweg. „Wir sehen schon heute bei Veranstaltungen im Stadtzentrum, dass alles zugeparkt wird und Autos sogar auf dem Feuerwehrgelände abgestellt werden.“ Investor Wolfram Lukas sicherte zu, dass Lösungen gefunden werden. Der große Streitpunkt in der Politik, dass die geplante Bebauung im Herzen der Stadt mit den drei- und viergeschossigen Gebäuden plus Staffelgeschoss zu massiv sei, spielte am Dienstagabend im Rathaus keine Rolle. Die aktuellen Pläne können im Bauamt der Stadt eingesehen werden.

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