Schenefeld : Die CDU will noch mehr Akzente setzen

CDU-Mitglieder und Gäste wagten einen Ausblick auf das Jahr 2015.
CDU-Mitglieder und Gäste wagten einen Ausblick auf das Jahr 2015.

Die Partei soll in Zukunft noch schlagkräftiger auftreten und nach außen agieren.

shz.de von
13. Januar 2015, 16:00 Uhr

Schenefeld | Die Schenefelder Christdemokraten versammelten sich bei delikaten Käse- und Schinkenbroten, Sekt und Orangensaft zum traditionellen Neujahrempfang im Wohnpark Inge Rüpcke. Parteichef Holm Becker begrüßte zahlreich erschienene Mitglieder von Ortsverband, Kreistagsabgeordnete, Vertreter von SPD und Offensive für Schenefeld (OfS) sowie Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski und Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. „Ich hoffe, dass wir ein besseres Jahr als das letzte erleben werden“, sagte Becker. Der Vorsitzende möchte, dass seine Partei in Zukunft noch schlagkräftiger auftritt und nach außen agiert. Generell geht es nach den Worten Beckers darum, mehr Akzente zu setzen und sich harmonischer zu präsentieren.

Die Mitglieder des Ortsverbandes haben angefangen, neue Mitglieder zu akquirieren. „Es erweist sich jedoch als schwierig, junge Menschen für die Kommunalpolitik zu gewinnen“, betonte Becker. Die Schenefelder CDU könne froh sein, noch „so jung zu sein“. Der 21-jährige neue Schulausschussvorsitzende Tobias Löffler senke den Altersschnitt.

Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke setzt auf eine stabile Fraktion mit seinem „aus guten Leuten bestehenden, fleißigen Team“. Zu den politischen Schwerpunkten zähle die Schulausstattung. „Wir wollen unsere Schulen mit neuer Hardware bestücken, aber auch Medienexperten gewinnen“, betonte Rüpcke. Sie sollen Lehrern wie Schülern den Umgang mit neuen Medien nahe bringen. Mit einer derartigen Ausstattung soll an Gymnasien sowie Gemeinschaftsschule begonnen werden. Das Konzept soll schließlich auch auf Grundschulen angewandt werden. Mit ihrem Vorstoß, schon in diesem Jahr 300  000 Euro für die IT-Ausstattung am Schulzentrum in die Hand zu nehmen, war die CDU im Dezember in der Ratsversammlung noch gescheitert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der politischen Arbeit ist laut Rüpcke der vernünftige Umgang mit dem Geld. „Wir müssen sparsamer wirtschaften“, forderte der Fraktionschef. Als Beispiel verglich er den Abrechnungszeitraum 2013 mit dem geplanten Haushalt 2015. „Im Jahr 2013 haben wir 20 Prozent weniger ausgegeben, als für das Jahr 2015 an ähnlichen Ausgaben eingeplant sind“, rügte Rüpcke. Dies müsse überprüft werden. Die von Rot-Grün beschlossene Erhöhung der Gewerbesteuer hatte die CDU abgelehnt.

Mut zu Auseinandersetzungen

Als dritten Punkt führte Rüpcke an, für eine vernünftige Ausstattung der Kindertagesstätten mit einer ausreichenden Anzahl von Kita-Plätzen sorgen zu wollen.

Die Kreistagsfraktionsvorsitzende Heike Beukelmann sprach den Schenefeldern Mut zu, sich den Auseinandersetzungen zu stellen. Das gelte besonders für die Punkte Ausweisung von Wohngebieten sowie Gestaltung des Stadtzentrums. Sie freue sich, mit Löffler einen kompetenten CDU-Nachwuchspolitiker in Schenefeld zu wissen.

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