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Schenefelder Tageblatt

22. November 2017 | 03:08 Uhr

Stadtkern Schenefeld : Die CDU macht da nicht mit

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Partei übt Kritik an der Größe des Untersuchungsgebietes.

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Ein echter Stadtkern für Schenefeld: Mit der Vorstellung des Bremer Planungsbüros BPW in der vergangenen Woche ist das millionenschwere Mammutprojekt offiziell gestartet. Der Wunsch von BPW-Mann Frank Schlegmilch nach einer breiten Zustimmung aus der Politik wird sich aber nicht erfüllen. Es gibt schon Gegenwind – und der kommt aus den Reihen der Schenefelder CDU. Sie lehnt die Planungen in der bisher beschlossenen Form ab.

Knackpunkt aus Sicht der Christdemokraten: Das Untersuchungsgebiet sei viel zu groß. Es reicht von Borgfelde im Süden bis hinüber an den Kiebitzweg nördlich der LSE. „Es geraten Ortsteile in die Umplanung, die längst fertig sind und keiner Veränderung bedürfen“, sagt CDU-Mann Hans-Detlef Engel. Als Beispiel nennt er das „Stadtzentrum“, die Bürgerwiese und den Heisterweg. „Diese aus dem Untersuchungsgebiet herauszunehmen ist für die CDU-Fraktion Grundvoraussetzung, das Projekt wieder positiv zu begleiten“, betont Engel. Die Größe des Plangebietes führe dazu, dass erhebliche Zeitverzögerungen zu erwarten seien. Engel: „Und dies, obwohl bei dem Bedarf der Stadt in puncto Bücherei, Bürgerbüro, Sozialberatung und dem Flächenbedarf für die Verwaltung Eile geboten ist.“ Es sei fraglich, ob die Hoffnung auf Drittmittel – Land und Bund übernehmen im Zuge des Städtebauförderprogramms zwei Drittel der Kosten – solche Verzögerung gerechtfertigt.

Die CDU fürchtet zudem Nachteile für Bürger und Unternehmen. Firmen könnten während des Planungsprozesses ihre eigenen Vorhaben nicht mehr vorantreiben, ein regelrechter Entwicklungsstopp drohe. „Die Verwaltung ist aufgefordert, die genannten Bedenken ernst zu nehmen und das Sanierungsgebiet neu zu definieren“, fordert Engel.

Schenefelds Stadtplaner Ulf Dallmann teilt die Bedenken der CDU nicht. „Ob und wo eventuell ein Sanierungsgebiet ausgewiesen wird, entscheidet sich erst 2016/2017.“ Er betont, dass es ein politischer Beschluss war, das Untersuchungsgebiet groß zu fassen. „Dadurch gibt es wesentlich mehr Optionen – nicht nur für die Stadt, sondern auch für private Investoren“, betont Dallmann. Nach den jetzt begonnenen umfangreichen Untersuchungen werde festgelegt, welche Fördergebiete später innerhalb des Untersuchungsgebietes ausgewiesen werden.

Nach Informationen unserer Zeitung ist es inzwischen politischer Konsens, dass die städtischen Investitionen prioritär im Süden, im Umfeld des Rathauses, erfolgen sollen. Wahrlich keine Überraschung. Der Stadt gehören in diesem Bereich zahlreiche Grundstücke und Immobilien. Ein neues Dienstleistungsgebäude mit Bürgerbüro, Bücherei und Sozialberatung soll im Süden den Kern des neuen Zentrums bilden. Zur Zeit wird im Rathaus das Raumprogramm aktualisiert, um festzustellen, wie groß der Flächenbedarf wirklich ist. Ob ein neues Dienstleistungsgebäude gebaut oder das alte Postgebäude am Heisterweg umgebaut wird, steht dabei noch nicht fest.

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