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Schenefeld : Die Bücherei platzt aus allen Nähten

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Zum heutigen Tag der Bibliotheken zieht Büchereileiter Frank Jankowski Bilanz zum Stand des kulturellen Leihhauses.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2015 | 14:00 Uhr

Schenefeld | Sich informieren. Sich bilden. Sich unterhalten lassen. Das sind die Grundsätze einer Bibliothek. Mit dieser Philosophie lebt und leitet der Schenefelder Frank Jankowski die Bücherei. Seit 2008 ist er in dem kulturellen Leihhaus aktiv. Und auch in Zukunft soll es der Bibliothek an nichts fehlen. „Ich habe mir schon viele Gedanken gemacht“, erzählt er.

Die „Wünschewolke“ spiele dabei eine wichtige Rolle. Sie sei eine eigene Idee, um die künftigen Ideen zu strukturieren. „Wir wollen sowohl das alte, als auch das neue Programm bedienen“, fasst Jankowski zusammen. In der „alten Sparte“ gehe es um die herkömmlichen Bücher und Angebote einer Bibliothek. „Wir wollen alles abdecken – von Goethe bis hin zu den neuesten Mangas“, zieht Jankowski Resümee. Der Büchermarkt wachse ständig. „Bei dem immer mehr werdenden Angebot müssen wir mithalten“, so der Büchereileiter. Die virtuellen Medien seien immer wichtiger geworden. 2013 sei man erfolgreich auf den E-Book-Zug aufgesprungen, berichtet der Büchereileiter stolz. „Der Rückgang der physischen Buchleihe konnte durch die Leihgaben von E-Books aufgefangen werden“, bilanziert er. Wer sich von der Bücherei virtuelles Kulturgut ausleihen möchte, der kann dies auf der Homepage machen. Dazu benötige man nur eine Leihkarte der Bücherei, so Jankowski.

„Alle Inhalte – Bücher, Hörbücher, Musik, Zeitungen und auch Sachfilme – können abgerufen und heruntergeladen werden. Sie stehen dann dem User zwei Wochen zur Verfügung“, erklärt er das Prinizp der sogenannten „Onleihe“. Alles in allem stünden sich der Medienwandel und die Büchereien nicht im Wege. „Wir sind ganz gut im gleichen Boot unterwegs“, sagt Jankowski schmunzelnd.

Größerer Standort gewünscht

Das Angebot wird auch weiter wachsen: Nicht jedes Verlagsprodukt sei als E-Book zur Leihgabe freigegeben, erklärt er. Damit auch in Zukunft das Angebot besser aufgestellt ist, wünscht sich die Bibliothek einen größeren Standort: „Wir platzen aus allen Nähten“, so das Verdikt des Buchliebhabers. Damit aber nicht nur das große Sortiment gut platziert wird, sondern auch die virtuelle Fachrichtung der Bücherei noch weiter verstärkt wird, sind Arbeitsstationen in Planung. „An extra dafür eingerichteten Tischen sollen Computer stehen, die unsere Besucher nutzen können. Dafür müssen aber Grundvoraussetzungen wie genügend Platz und W-LAN geschaffen werden“, umschreibt er seine digitalen Expansionspläne.

Passend zum heutigen Tag der Bibliotheken zieht Jankowski Bilanz zum aktuellen Stand des kulturellen Leihhauses: Generell habe die Bücherei eine gute Akzeptanz – sei eine Institution in Schenefeld. Auch die Lage zwischen Rathaus und Einkaufszentrum sei gut. Trotzdem legt Jankowski viel Wert auf die Bindung der Kinder und Jugendlichen an die Bücherei.

„Ich möchte die Bibliothek auch zu einer Art Jugendtreff etablieren. Hier sollen sich die Jugendlichen treffen, Ruhe finden und sich unterhalten lassen. Damit habe ich schon gute Erfahrungen in meiner ehemaligen Bücherei in Osdorf gemacht.“

Veranstaltungen für Schulen geplant

Dafür wird auch fleißig geworben: Viele Veranstaltungen für Schulen und Kindergärten sind angedacht und bereits durchgeführt worden. „Wenn die Kinder einmal das Angebot kennen, dann bleiben sie auch und kommen wieder“, erklärt er. So werden zum Beispiel unter dem Motto „Super. Man liest vor“ Texte von Polizisten, Feuerwehrleuten oder Erziehern vorgetragen.

Und welcher Buchtitel ist in der großen Auswahl Jankowskis eigener Favorit? „Ganz klar: Don Quijote von Miguel de Cervantes. Die Geschichte macht es aus. Anfangs sollte es eine Kurzgeschichte werden. Aber dem Autoren ist so viel eingefallen, dass er ein ganzes Buch gemacht hat. Mir gefällt die Hauptfigur. Sie macht das, was sie für richtig hält – egal was die anderen denken. Es ist so fantasievoll und spricht auch die Thematik des Lebenstraums an“, berichtet er mit einem Lächeln im Gesicht.

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