Schenefeld : Die Boom-Bücherei wird zum Streitfall

In Schenefelds Bücherei  werden pro Jahr zirka 108  000 Medien ausgeliehen.
In Schenefelds Bücherei werden pro Jahr zirka 108 000 Medien ausgeliehen.

CDU, BfB und OfS lehnen zusätzliche Stelle ab. SPD und Grüne wollen Personalie jetzt im Rat durchsetzen.

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12. November 2015, 12:00 Uhr

Schenefeld | Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. „Dann werden wir das eben im Rat durchsetzen“, stellte Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz am Dienstagabend im Schulausschuss klar. Im Rat hat Rot-Grün eine Mehrheit, im Schulausschuss nicht. 5:5, dort gab es eine Patt-Situation. Der Vorstoß der Stadtverwaltung scheiterte.

Es geht um eine zusätzliche halbe Stelle für die Stadtbücherei am Timmermannsweg. Die hat sich zur Boom-Bücherei gemausert, die von immer mehr Schenefeldern entdeckt und genutzt wird. Um vor allem auch im Bereich Veranstaltungen das Angebot aufrechterhalten zu können, sollte personell nachgebessert werden. Bisher gibt es in der Stadtbücherei eine Vollzeit- und drei Teilzeitstellen.

„Wir setzen auch im Sinne einer Haushaltskonsolidierung andere Prioritäten“, begründete CDU-Ratsherr Tobias Löffler das Nein der CDU. Durch den IT-Beauftragten für die Schenefelder Schulen und die neue Migrationsbeauftragte, die am 1.  Dezember ihre Arbeit in Schenefeld aufnimmt, war das Personal im Rathaus bereits um zwei volle Stelle aufgestockt worden.

Vor allem die Grünen hatten sich für die halbe Stelle stark gemacht. „Die Bücherei erfüllt auch einen Bildungsauftrag“, betonte Marianne Elliot-Schmitz. Sie regte für die Zukunft eine Kooperation mit den Schenefelder Schulen an. Diese Idee wurde von Hartmut Appel, Leiter des Schenefelder Gymnasiums, ausdrücklich unterstützt. Ohne zusätzliches Personal nicht zu machen, erklärte Schenefelds Schul- und Kulturamtschef Axel Hedergott. Im Rat könnten SPD und Grüne die Personalie durchdrücken. Die Entscheidung fällt am 10. Dezember.

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