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Schenefeld : Die BfB sagt Nein zur Stadtkernplanung

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Wählervereinigung will sich nicht von einem Förderprogramm abhängig machen. Das Untersuchungsgebiet sei viel zu groß. Die Forderung: Planungen stoppen.

Schenefeld | Der Traum von einem echten Stadtkern: Nach der Aufnahme ins Förderprogramm von Bund und Land sind die Planungen in vollem Gange. Doch es gibt Gegenwind aus der Politik. Nicht nur die CDU hält das Untersuchungsgebiet, das im Norden bis zum Altmann-Gelände am Kiebitzweg reicht, für viel zu groß. Auch die BfB haut in diese Kerbe. Fraktionschef Manfred Pfitzner fordert gar, die Planungen zu stoppen. „Hier werden Fördermittel sinnlos vertan, die wir in Schenefeld viel besser einsetzen können, zum Beispiel für ein kostenloses drittes Kita-Jahr oder für das Schulzentrum Achter de Weiden“, sagt Pfitzner. Die BfB werde dem Projekt die Zustimmung verweigern.

Hauptkritikpunkt: die Einbeziehung der Bereiche nördlich der LSE. „Es ging ursprünglich um einen Stadtkern Süd. Was haben wir mit dem Einkaufszentrum zu tun? Die sollen ihre Hausaufgaben selbst machen“, fordert der BfB-Chef. Da müsse nicht die Stadt in die Bresche springen. Gleiches gelte für das Altmann-Gelände und für den Gewerbekomplex an der Industriestraße. „Hier sind private Investoren gefragt“, betont Pfitzner.

Die Integration von Süden und Norden: An die bunten Bilder und Visionen, die Frank Schlegelmilch vom beauftragten Planungsbüro den Schenefelder präsentiert hat, glaubt Pfitzner nicht. „Die LSE kriegen wir nicht weg. Und eine Brücke wird niemand bezahlen.“ Die BfB fordert, sich auf das Rathausumfeld zu beschränken. „Das Bürgerzentrum als zentrales Gebäude ist der einzige Punkt, bei dem wir mitgehen“, erklärt Pfitzner unmissverständlich.

Auf 21 Millionen Euro werden die Kosten für einen echten Stadtkern grob geschätzt. Sieben Millionen Euro müsste die Stadt in denn kommenden Jahren aufbringen, der Rest soll von Bund und Land kommen. 2,12 Millionen Euro wurden bereits bewilligt. Doch auch bei der Finanzierung sieht die BfB erhebliche Risiken. „Wir dürfen uns nicht von diesem Förderprogramm abhängig machen. Wenn Gelder beispielsweise wegen der Flüchtlingsproblematik anders verteilt werden, kommen auf Schenefeld plötzlich enorme Belastungen zu“, warnt der BfB-Chef.

Die umfassende Bürgerbeteiligung in puncto Stadtkern ist abgeschlossen. 2016 wird das Planungsbüro der Politik ein Konzept mit konkreten Vorschlägen und Kosten präsentieren. Die BfB sagt Nein.

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erstellt am 03.Nov.2015 | 13:00 Uhr

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