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Bedarfsplanung in Schenefeld : Die Betreuungsplätze reichen aus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Kita Rasselbande kann fehlende Kapazitäten im Hortbereich bei Grundschulkindern für 2017/2018 auffangen.

Schenefeld | Aufatmen bei den Eltern der Grundschulkinder in Schenefeld: Laut Verwaltung kann der Bedarf der Nachmittagsbetreuung für das Schuljahr 2017/18 vollständig gedeckt werden. „Es hat gerade so gepasst“, sagte Arlette Janson-Hagebölling, Fachdienstleiterin Schule, Sport, Kultur, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Wie berichtet war die Kommune zunächst davon ausgegangen, dass nach den Sommerferien etwa zehn Hortplätze und zwischen 20 und 25 Plätze in der nachschulischen Betreuung fehlen werden. Zu diesem Zeitpunkt lief allerdings die Bedarfsanalyse noch, die nun abgeschlossen ist.

Schenefeld bietet die Betreuung für Grundschulkinder auf zwei Schienen an: Zum einen gibt es Hortplätze, angegliedert an die Kindertagesstätten, mit denen aktuell 144 Mädchen und Jungen bis 17 Uhr betreut werden. Die nachschulische Betreuung, organisiert von der Kita Rasselbande, läuft bis spätestens 15.30 Uhr. Zudem gibt es dort ebenfalls Hortgruppen. Insgesamt haben 130 Kinder derzeit einen Platz.

Die Kita Rasselbande als Träger der nachschulischen Betreuung hat nun zugesagt, dass sie im Sommer weitere Plätze als zunächst vorgesehen zur Verfügung stellen kann. Dafür müsste aber mehr Geld fließen. Ein entsprechender Antrag soll bei der nächsten Sitzung des Schulausschusses eingebracht werden. Das Gremium tagt am Dienstag, 2. Mai, ab 19 Uhr im Lehrerzimmer Gorch-Fock-Schule, Gorch-Fock-Straße 51-59.

Hortgruppen müssen schließen

Zum Schuljahr 2017/18 stellt sich die Situation in der nachschulischen Betreuung laut Verwaltung wie folgt dar: An der Grundschule Altgemeinde kann der Bedarf von 54 Kindern voll abgedeckt werden. Das liegt auch daran, dass im oberen Stockwerk neue Betreuungsräume geschaffen werden. Im Einzugsbereich der Gorch-Fock-Schule gibt es Anfragen für 102 Kinder. Die Verwaltung bezeichnet die Betreuungssituation dort selbst als „angespannt“. Ende April sei aufgrund dauerhaften Personalmangels die Schließung einer Hortgruppe der Paulskirchengemeinde für den Bereich notwendig geworden; sechs Kinder aus dieser Gruppe können kurzfristig in die Betreuung der Rasselbande aufgenommen werden. Jedoch muss laut Verwaltung eine weitere Hortgruppe im Einzugsbereich der Gorch-Fock-Schule – die der Paulskirchengemeinde – zum Ende des Schuljahres 2016/17 geschlossen werden. Dann fehlen 15 Betreuungsplätze. „Die Paulskirche ist sehr gebeutelt“, sagt Fachbereichsleiter Axel Hedergott. Fünf Fachkräfte fehlten dort.

Die Rasselbande sei daher gebeten worden, ihre Personalplanungen entsprechend anzupassen, so Fachdienstleiterin Janson-Hagebölling. Generell sei die Lage auf dem Personalmarkt im Hortbereich allerdings problematisch, da speziell geschultes Personal knapp sei. Die pädagogischen Anforderungen für die nachschulische Betreuung seien geringer, so Janson-Hagebölling.

Für die zusätzlichen Betreuungsplätze hat die Rasselbande laut Ausschussunterlagen für das laufende Jahr 2017 einen zusätzlichen Zuschussbedarf in Höhe von 26  300 Euro, so dass der jährliche Betriebskostenzuschuss von 315.000 Euro auf 342.000 Euro zu erhöhen wäre. Dem muss die Politik aber erst noch zustimmen.

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erstellt am 27.Apr.2017 | 12:00 Uhr

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