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Wege aus der Sucht : Die Awo-Suchtberatungs- und Präventionsstelle in Schenefeld hilft den Betroffenen individuell

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Das aus Sozialpädagogen und Psychologen bestehende Team veranstaltet sowohl offene Sprechstunden als auch feste Beratungseinheiten.

Schenefeld | Der falsche Umgang mit Alkohol, Medikamenten, Drogen, Essen und Glücksspiel führt zu körperlichen, psychischen und sozialen Schäden. Missbrauch kann zur Sucht werden. Doch es gibt viele Auswege – die Awo-Suchtberatungs- und Präventionsstelle in Schenefeld kann dabei helfen, sie zu finden. Im Papenmoorweg 2 arbeiten vier geschulte Fachkräfte. Sie bieten: langfristige und nachhaltige Unterstützung für Betroffene und deren Angehörige. „Eine Suchterkrankung entwickelt sich häufig über Jahre, manchmal auch über Jahrzehnte“, sagt der stellvertretende Leiter der Suchthilfe Torben Richter. „Um ein abstinentes und zufriedenes Leben führen zu können, braucht es erst einmal viel Unterstützung“, fügt er hinzu.

Das aus Sozialpädagogen und Psychologen bestehende Team veranstaltet sowohl offene Sprechstunden als auch feste Beratungseinheiten. „Die Ursachen für Suchterkrankungen sind individuell. Deshalb soll man sich Zeit und Ruhe nehmen, um die auf den einzelnen zugeschnittenen Hilfsmöglichkeiten zu klären“, so der Psychologe Richter. Jeder zehnte Deutsche sei laut Statistik von einer Suchterkrankung betroffen.

Zum Aufgabenspektrum von Richter gehören auch klassische Fälle. Es meldet sich beispielsweise ein Betroffener, der gerade in der Klinik zur Entgiftung behandelt wird. „Er selbst stellt fest, dass er mit seinem Alkoholproblem nicht klar kommt“, erzählt Richter. Er möchte wissen, welche Art von Hilfe die richtige ist. Wie geht es weiter für den Familienvater von zwei Kindern? Ein passendes Angebot wäre beispielsweise eine ambulante Suchttherapie mit Nachsorge – auch im eigenen Wohnraum. Dabei gehe es darum, die Abstinenz zu stabilisieren. „Hier können 20 beliebig verlängerbare Termine vereinbart werden“, so Richter, der auch dabei hilft, wenn es um Antragsstellungen geht. Damit sollen die in der stationären Entwöhnungsbehandlung erreichten Ziele gesichert werden. Abstinent bleiben, Erwerbsfähigkeit fördern und stabilisieren sowie berufliche Teilhabe zu gewährleisten, darum geht’s. Und: Rückfälle vermeiden. Leistungsträger sind die Deutsche Rentenversicherung und Krankenkassen.

Das Besondere an der Schenefelder Suchtberatungsstelle ist, dass sie flexibel und kurzfristig diverse Hilfsangebote hat. Dazu gehört eine Mediensprechstunde für Eltern: Wie kann der Nachwuchs auf gesunde Weise mit Medien umgehen? Darüber hinaus gibt es die Gruppe Bärenstark, bei der Kinder und Jugendliche sich austauschen, deren Eltern zu viel trinken. Außerdem besteht die Selbsthilfegruppe Trockendock. Sie trifft sich einmal wöchentlich bei der Awo. Eine spezielle Beratung gibt es für Glücksspielsucht. Die Angebote sind kostenlos und auf Wunsch anonym.

Die Suchtberatungs- und Präventionsstelle Schenefeld,Papenmoorweg 2, bietet eine offene Sprechstunde ohne Voranmeldung: mittwochs, 11 bis 13 Uhr, und donnerstags, 17 bis 19 Uhr. Die Selbsthilfegruppe für alkoholkranke Menschen „Trockendock“ trifft sich immer montags um 19 Uhr bei der Awo-Suchtberatungsstelle in Schenefeld. Eine Nachsorgegruppe trifft sich dienstags zwischen 18 und 19.40 Uhr. Termine für von Glücksspielsucht Betroffene nach Vereinbarung. Kontakt zur Suchtberatungsstelle unter Telefon 040-84056843 und per E-Mail an suchtberatung-schenefeld@awo-sh.de.
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erstellt am 08.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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