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Bevölkerungsentwicklung in Schenefeld : Die 19.000er-Marke ist offiziell geknackt

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Im September 2015 hatte Schenefeld laut Statistik 19.089 Einwohner. Bauboom hält an.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | In Schenefeld leben immer mehr Menschen. Offiziell hat die Stadt im September 2015 erstmals die 19.000er-Marke übersprungen. Laut Statistikamt Nord zählte die Stadt zu diesem Zeitpunkt 19.089 Einwohner. Die Stadt geht davon aus, dass es sogar einige 100 mehr sind. Denn durch die 2013 veröffentlichte Zensus-Erhebung hatte Schenefeld auf Schlag 365 Einwohner verloren. „Die Zensus-Zahlen sind definitiv falsch“, sagt Bürochef Melf Kayser. Schenefeld hatte Widerspruch eingelegt und wartet nun ab, was die Musterklage der Stadt Flensburg bringt.

Zensus hin oder her: Kayser geht fest davon aus, dass die Stadt mittelfristig die magische 20.000er-Marke überspringen wird. Da Schenefeld dann neue Aufgaben übernehmen müsste – unter anderem die Zuständigkeit für die Landesstraßen – rechnet Kayser mit „etwas höheren Kosten für die Stadt“. Denn auch die Zuschüsse würden sich erhöhen.

Immer mehr Einwohner, obwohl die Stadt Flächen im Landschaftsschutzgebiet gar nicht angetastet hat. Der Bauboom vollzieht sich innerhalb des Siedlungsgebietes. Am Flaßbarg werden in diesem Jahr die letzten Wohnungen fertig. Auf der anderen Seite der Altonaer Chaussee werden im Neubaugebiet an der Timm-Kröger-Straße gerade die ersten von gut 80 Wohneinheiten hochgezogen. In mehreren rechtskräftigen Bebauungsplänen schlummern Wohneinheiten, die bisher noch gar nicht realisiert worden sind. Im Husbargen und der Bogenstraße/Gartenstraße sind es je 20. Im Bereich Blockhorner Weiden 40, in der Jahnstraße zehn, im Bereich Königsberger Straße 18. Damit nicht genug: Auf dem ehemaligen Altmann-Gelände am Kiebitzweg werden zirka 100 Wohnungen hochgezogen. Das hat die Politik in diesem Jahr beschlossen.

 

Einigkeit herrscht auch darüber, dass im Zuge der Stadtkernentwicklung im Zentrum auch Wohnungsbau realisert werden soll. Besonders im Fokus: das alte Postgelände im Heisterweg. Und in der Friedrich-Ebert-Allee werden die Anwohner gerade befragt, ob eine Hinterlandbebauung gewünscht ist. Die Verdichtung schreitet voran und laut Kayser ist vor allem in der Siedlung der Generationenwechsel im Gang: „Ältere Menschen verlassen ihre Häuser, Familien ziehen ein.“

Politisch ist der richtige Weg durchaus umstritten. Die Grünen waren mit ihrem Vorstoß eines faktischen Baustopps gescheitert. Die Sozialdemokraten fordern 300 neue Wohnungen, vor allem bezahlbare, und setzen dabei auf den Geschossbau. Die Erhöhung der Einwohnerzahl ist ein Stück weit auch auf die Flüchtlingssituation zurückzuführen. Mehr als 300 leben zurzeit in Schenefeld. Die ersten Familien ziehen nach. Die 19.000 ist erreicht, die 20.000 scheint auch nach der Zensus-Zählweise nur eine Frage der Zeit zu sein.

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