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20 Jahre im Einsatz : Diakoniestation Schenefeld feiert Geburtstag

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Diakoniestation Schenefeld feiert in diesem Jahr runden Geburtstag. Zahl der Aufgaben seit Mitte der 1990er Jahre deutlich gestiegen.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2015 | 15:30 Uhr

Schenefeld | Im Laufe der Zeit hat sich einiges getan bei der Diakoniestation Schenefeld. In diesem Jahr feiert die Einrichtung in ihrer Zentrale am Wurmkamp 10 ihren 20. Geburtstag. Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski wirft einen Blick in die Anfangszeit zurück. „Damals gab es noch Gemeindeschwestern, die in ihrer Tracht, Haube auf dem Kopf und fliegendem Kleid, auf dem Fahrrad durch die Gemeinde flitzten, egal bei welcher Wetterlage, aber immer mit der Angst im Nacken, alles könnte durch die Luft fliegen und sich in den Speichen verfangen“, sagt sie.

Vorbei. „Mit Arbeitsbereichen wie Dokumentation, Pflegeversicherung und Qualitätsmanagement ist die Arbeit heute umfangreicher geworden“, sagt Stefanie Mack, Geschäftsführerin der Diakoniestation. Insbesondere mit der Einführung des Pflegeversicherungsgesetzes im Jahr 1995 habe sich viel verändert. So gebe es inzwischen sogar eine ambulante Palliativversorgung, bei der es im Kern darum gehe, den Schmerz der Patienten zu bekämpfen und deren letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten.

Auch die Zahl der Mitarbeiter der Diakoniestation stieg sukzessive an. 35 Mitarbeiter betreuen gegenwärtig kranke und pflegebedürftige Menschen jeder Altersstufe – zuhause, in ihren eigenen Wohnungen. Die Leistungen erstrecken sich dabei von pflegerischen Aufgaben, wie zum Beispiel dem Anlegen von Verbänden, bis zu Einkäufen und Spaziergängen. Demenzerkrankte können zudem mehrmals in der Woche an einer Betreuungsgruppe teilnehmen. Jeder Mitarbeiter muss schließlich von Zeit zu Zeit Bereitschaftsdienst leisten. Der Rufnotdienst ist rund um die Uhr besetzt.

Was Mack, die seit 1996 in der Diakoniestation arbeitet und diese seit April 2014 leitet, besonders am Herzen liegt? „Für mich ist es wichtig, Menschen mit ihren Bedürfnissen zu erreichen und zu unterstützen beziehungsweise ihnen ihren Alltag zu erleichtern“. Aber auch ihren Mitarbeitern fühlt sie sich verpflichtet. „Ich lege Wert darauf, eine vertrauensvolle Ansprechpartnerin zu sein.“

In den nächsten Jahren soll das Team trotzdem nach und nach verjüngt werden. „Die Pflege ist eine körperlich und seelisch belastende Arbeit“, so Mack, die sich auch noch etwas anderes wünscht: Nämlich eine stärkere Inanspruchnahme der DemenzBetreuungsgruppe. „Dieses Angebot“, sagt sie, „stellt eine sinnvolle Beschäftigung für die Dementen dar und entlastet darüber hinaus auch spürbar die Angehörigen“

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