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Schenefelder Tageblatt

18. Dezember 2017 | 16:14 Uhr

Der wichtigste Ausschuss der Stadt

vom

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Schenefeld | Vielleicht ist es gar kein Zufall, dass die politische Sommerpause in Schenefeld am 6. August mit einer Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt endet. Stadtentwicklung. Schenefelds Weg in die Zukunft. Kein anderes Thema hat die Bürger in den vergangenen Monaten so stark bewegt, so stark interessiert. Bevölkerungszahl, neue Baugebiete, Landschaftsschutz, Gewerbegebiete, ein Zentrum, ein Friedhof. Keine Frage: Der Ausschuss für Stadtentwicklung ist längst der wichtigste in der Stadt. Die Liste der Themen ist ellenlang. Jetzt sollen Entscheidungen fallen. Die Stadt ohne Friedhof: Seit Jahrzehnten ringt Schenefeld um eine letzte Ruhestätte innerhalb des Stadtgebietes. 2012 wurde am Sandstückenweg ein geeignetes Grundstück gefunden, auf dem auch Erdbestattungen möglich sind. Problem: Noch kann niemand beziffern, wie hoch die Investitions- und Unterhaltungskosten sein werden. Die Tendenz geht in Richtung Mini-Friedhof, weil die Zahl der Erdbestattungen stark rückläufig ist. Die Entscheidung für einen Friedhofsbau könnte schnell fallen. Die Stadt mit Leitbild: 15 Mal hat die AG Leitbild getagt. Für 16 Themenbereiche wurden zukunftsweisende Eckpunkte festgelegt, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit Spannung wird erwartet, ob eine Wohnbebauung im bisherigen Landschaftsschutzgebiet grundsätzlich ausgeschlossen wird. Die Stadt ohne Zentrum: Mit dem "Stadtzentrum" verfügt Schenefeld über einen Einkaufstempel, auf den andere Städte neidvoll blicken. Doch ein Stadtzentrum besitzt Schenefeld nicht. Das soll rund um das Rathausareal am Holstenplatz entstehen. Die Pläne für einen Stadtkern Süd sind uralt. Die Stadt steigt zum zweiten Mal in die Planungen ein. Das alte Postgebäude wurde gekauft. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe soll Konzepte erstellen. Mit zügigen Entscheidungen ist angesichts der Komplexität des Themas nicht zu rechnen. Die Stadt mit der Fünf-Finger-Kreuzung: Der angedachte Super-Kreisel fand wenig Zustimmung, um die Verkehrsprobleme im Kreuzungsbereich Lornsenstraße, Lindenallee, Friedrich-Ebert-Allee und Kiebitzweg in den Griff zu bekommen. Die Rückstaus sind da, eine Lösung in weiter Ferne. Die Stadt ohne ausreichend günstigen Wohnraum: Bezahlbare Mietwohnungen müssen in Schenefeld längst mit der Lupe gesucht werden. Die Stadt möchte vom Förderprogramm des Landes profitieren, das auch Sanierungen im Altbestand finanziell unterstützt. Eine feste Quote für Sozialwohnungen bei Neubauvorhaben fand politisch keine Mehrheit. Das Problem ist kaum zu lösen, da es in den nächsten Jahren kaum noch größere Neubaugebiete geben wird. Die Stadt mit Busbahnhof: 50 000 Fahrgäste täglich, 23 000 Busse im Monat: Der Schenefelder Platz ist das Herzstück im Öffentlichen Nahverkehr - und inzwischen viel zu klein und zu eng. Senioren und behinderte Menschen haben Schwierigkeiten beim Einsteigen, weil die 18 Meter langen Gelenkbusse nicht mehr richtig an die Haltestellen rankommen. Bei der VHH gibt es Pläne für eine Neugestaltung, auch die Stadt möchte die Attraktivität der "Beton- und Asphaltwüste" steigern. Schnelle Entscheidungen sind unwahrscheinlich, denn im Zuge der Stadtkern-Süd-Planungen gibt es Überlegungen, den Bahnhof ans "Stadtzentrum" zu verlegen. Die Stadt ohne ausreichende Gewerbeflächen: Keine Frage, die Vermarktung des Gewerbegebietes Achtern Teenbargen ist eine Erfolgsgeschichte. Doch jetzt sind Gewerbeflächen im Stadtgebiet knapp. Die Stadt möchte den alten Sparparkplatz (30 000 Quadratmeter) am Osterbrooksweg kaufen. Erzielt man Einigung über den Preis, geht das Geschäft schnell über die Bühne. Ein Streitpunkt bleibt: Sollen aufgrund der knappen Flächen Gewerbegebiete im bisherigen Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden?

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