Schenefelder Lebenshilfewerk : Der Werkstattstatus ist genehmigt

Gerlinde  Bernsdorff  führt die Geschäfte der Lebenshilfe-Werkstatt.  Ihren Posten  als Zweite   Vorsitzende des Lebenshilfevereins hat sie abgegeben.
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Gerlinde Bernsdorff führt die Geschäfte der Lebenshilfe-Werkstatt. Ihren Posten als Zweite Vorsitzende des Lebenshilfevereins hat sie abgegeben.

Erfolg für die neue gemeinnützige GmbH: Die Lebenshilfe-Geschäftsführerin Gerlinde Bernsdorff spricht von Aufbruchsstimmung.

shz.de von
26. Oktober 2013, 16:00 Uhr

Sie dachte, sie müsse bis Januar durchhalten, vielleicht sogar bis April 2014. Das Tempo, mit dem die Bundesagentur für Arbeit in Kiel dem Schenefelder Lebenshilfewerk den so sehnsüchtig erwarteten Werkstattstatus genehmigte, überraschte auch Geschäftsführerin Gerlinde Bernsdorff. Sie führt die neue gemeinnützige GmbH – eine hundertprozentige Tochter des Lebenshilfevereins – hauptamtlich. Werner Hatje, Geschäftsführer des insolventen Lebenshilfewerks, steht ihr als Betriebsleiter zur Seite.

Bernsdorff ist davon überzeugt, dass die neue Elbe GmbH wirtschaftlich überleben kann. Mit dem Werkstattstatus fallen die Sozialabgaben und damit eine hohe finanzielle Belastung weg. Die 70-Jährige spricht von einen „richtigen Aufbruch“. 36 Arbeitsplätze für behinderte Menschen bietet die GmbH in Schenefeld am Gremsbargen an. „Mittelfristig wollen wir die Zahl von 60 Plätzen erreichen“, sagt Bernsdorff. In den Arbeitsbereichen Gartenpflege, Landschaftsbau und Anzucht strebt sie inhaltliche Veränderungen an, möchte neue Produkte auf dem Markt anbieten. Laut Bernsdorff laufen Gespräche über Kooperationen mit einem Unternehmen in Hamburg und mit einem in Wuppertal. Die Verpackung und der Vertrieb von Trinkgefäßen könnte neu hinzukommen. Bernsdorff: „Die Lagerkapazitäten haben wir.“

In einer Werkstatt werden zwölf behinderte Menschen von einem Pädagogen betreut. Zurzeit beschäftigt die GmbH sieben Mitarbeiter. Bernsdorff hofft, dass dringend nötige Investitionen in die energetische Sanierung der Gewächshäuser von der Sozialbehörde des Kreises übernommen werden. Die Verhandlungen über die Leistungsvereinbarungen mit dem Kreis. laufen.

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