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Feuerwehr in Schenefeld : Der Wehrführer tritt nicht wieder an

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Michael Schulz nur noch bis Mitte 2017 Chef der Freiwilligen Feuerwehr Schenefeld. Auszeichnungen für 70 und 50 Jahre Mitgliedschaft.

Schenefeld | „So eine Auszeichnung habe ich noch nie bei der Feuerwehr erlebt und Wehrführer Michael Schulz hat mir bestätigt, dass es ihm genau geht“, sagte Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Schulz stimmte kopfnickend zu. Bei der Hauptversammlung am Freitagabend zeichneten sie zusammen mit Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski Herbert Lüdemann für 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Schenefeld aus. „Wenn jemand etwas über Schenefeld wissen will und sei es, wo ein altes Auto vergraben wurde, muss er nur sie fragen“, scherzte Küchenhof in ihrer Laudatio. Im Jahr 1945 war Lüdemann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. „Sie mussten sieben Wehrführern zuhören. Wie viele Bürgermeister waren es eigentlich?“, fragte Küchenhof den Jubilar, der die gleiche Anzahl schätze. „So ein Jubiläum ist unvorstellbar. 70 Jahre in einer Wehr ist etwas außergewöhnliches“, sagte der aktuelle Wehrführer. Mit Werner von Appen, der für 50-jähriges Engagement bei den Blauröcken ausgezeichnet wurde, gab es ein weiteres Jubiläum zu feiern. „Ein halbes Jahrhundert in der Feuerwehr Schenfeld ist toll“, sagte Küchenhof.

„Mit 78 aktiven Kameraden und zwei Kameradinnen liegt unser Personalbestand um zehn Prozent unter dem Vorjahr“, sagte Schriftwart Oliver Muras in seinem Jahresbericht. Insgesamt seit die Freiwillige Feuerwehr Schenefeld in vergangenem Jahr zu 177 Einsätzen ausgerückt – darunter 49 Brände, 28 technische Hilfeleistungen und 28 Fehlalarme. „An sich war 2015 ein unspektakuläres Jahr für uns. Die Jugendfeuerwehr hatte mit ihren Aktivitäten anlässlich des 50. Jubiläums den Erwachsenen schon irgendwie die Show gestohlen“, sagte Muras. Dies werde sich wohl auch in diesem Jahr fortsetzen, da die Jugendfeuerwehr Schenefeld das diesjährige Pfingstzeltlager mit etwa 1000 Jugendlichen ausrichtet. „Dann werden wir an der 20.000-Einwohnermarke kratzen“, sagte Schulz. Dieser verkündete auf der Hauptversammlung, im kommenden Jahr nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. „Meine Amtszeit endet Mitte nächsten Jahres. Wie bereits angekündigt, stelle ich mich nicht wieder zur Wahl. Macht Euch Gedanken, wen ihr vorschlagen wollt“, sagte Schulz und lobte: „Mein Dank gilt allen, da jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beigetragen hat, dass die Feuerwehr funktioniert.“ Küchenhof lobte: „Die Schenefelder Bürger können ruhig schlagen, weil es sie gibt.“ Trotz aller Technik und intensiver Schulungen sei das Ehrenamt Feuerwehr dennoch immer mit Gefahr verbunden. „Genau genomm
en sind sie 365 Tage und Nächte im Jahr im Stand-by-Modus.“

Vanessa Fleige wurde zur Feuerwehrfrau, Marvin Breyer, Tim Cruse, Timo Jessen, Steven Landwehr, Peter Schmidt-Kothen, Till Voß zu Oberfeuerwehrmännern, Daniel Rosenzweig zum Hauptfeuerwehrmann, Thorsten Grunwald und Jörn Reifschläger zu Löschmeistern sowie Dennis Müller zum Oberlöschmeister ernannt. Tomas Berens, Björn Eggerstedt, Joachim Sagemann und Karl Schenck wurden für 40 Jahre, Andreas Plump für 30 Jahre, Serkan Dieckmann, Stefan Drögemöller und Andreas Witzig für 20 Jahre sowie Christopher Ploj und Daniel Rosenzweig für zehn Jahre ehrenamtliches Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr ausgzeichnet.
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erstellt am 01.Feb.2016 | 15:47 Uhr

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