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Immobilien in Schenefeld : Der teure Traum vom Eigenheim

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Vor allem die Preise für Einfamilienhäuser sind gestiegen. Die Mieten liegen oft schon bei 9,50 Euro pro Quadratmeter.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2016 | 16:11 Uhr

Schenefeld | Wohnung zu verkaufen. Lange hängen solche Schilder in der Regel nicht an Schenefelds Straßen. „Die Nachfrage ist groß. Die Objekte lassen sich gut veräußern“, sagt der Schenefelder Makler Lutz Westermann von Classic Immobilien. Wer in der Kleinstadt vor den Toren Hamburgs leben möchte, hat nicht gerade die Riesenauswahl – und er muss heutzutage auch richtig Geld mitbringen. „Gerade die Preise für Einfamilienhäuser sind in den vergangenen Jahren überproportional gestiegen“, betont Westermann.

Verkaufspreise von 450.000 Euro aufwärts sind eher die Regel, denn die Ausnahme. Eine Doppelhaushälfte liegt bei zirka 350.000 bis 500.000 Euro und auch für ein Reihenhaus müssen schnell 300.000 bis 350.000 Euro bezahlt werden. „Der Druck aus Hamburg ist groß“, sagt Westermann. Die gut situierten Hamburger aus Eimsbüttel oder Altona drängten nicht nur in die Elbvororte, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, sondern längst auch nach Schenefeld. Preislich tut sich kaum noch ein Unterschied auf, wie der LBS-Immobilienatlas zeigt.

Hamburg als Boom-Metropole, als Touristen-Magnet: Hier wollen viele Menschen leben, doch der Platz reicht kaum noch aus, bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Schenefeld wird zur Alternative.

 

Kein Wunder, dass die Stadt die 19.000er-Einwohnermarke vergangenes Jahr geknackt hat und in Richtung 20.000 marschiert. Westermann beobachtet den Immobilienmarkt in Schenefeld seit 15 Jahren: „Es wurde vor allem in den Geschosswohnungsbau investiert. Ich war mir damals gar nicht sicher, ob die Nachfrage wirklich so groß ist.“ Heute gibt es nur noch wenige Eigentums- und Mietwohnungen in der Vermarktung. Und die Preise pro Quadratmeter bewegen sich bei Mietwohnungen oft schon in Richtung zehn Euro.

  • Teures Pflaster Schenefeld: Laut LBS-Immobilienatlas sind die Qudratmeterpreise beim Erwerb von neuen Ein- und Zweifamilienhäusern kreisweit am höchsten. Die Preise sind im Hamburger Umland in diesem Segment seit 2015 um 7,2 Prozent gestiegen. Aber auch in anderen Bereichen ist Schenefeld preislich auf Hamburger Niveau angekommen und im Kreis Pinneberg in der Spitzengruppe.
    Bestehende Eigenheime: Auch hier gehört Schenefeld zu den teuersten Standorten im Kreis Pinneberg. Zwischen 2500 und 3000 müssen pro Quadratmeter gezahlt werden. Dieses Niveau findet sich nur noch in Wedel und Holm – und jenseits der Schenefelder Stadtgrenze in Lurup, Eidelstedt und Stellingen. Mehr als 4000 Euro pro Quadratmeter müssen für Bestandsgebäude in Osdorf, Blankenese und Othmarschen berappt werden.
  • Eigentumswohnungen im Neubau: Wie in großen Teilen des Kreises liegen die Quadratmeterpreise in Schenefeld zwischen 2500 und 3000 Euro. Am teuersten ist es in der Nachbargemeinde Halstenbek mit 3000 bis 4000 Euro.
  • Gebrauchte Eigentumswohnungen: Sie sind mit 2000 bis 2250 Euro pro Quadratmeter in Schenefeld und in Halstenbek kreisweit am teuersten. In Osdorf, Sülldorf, Lurup und Eidelstedt muss bis zu 3000 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden.
  • Grundstücke voll erschlossen: In Schenefeld kostet der Quadratmeter – ebenso wie in Rellingen – zwischen 250 und 300 Euro. Teurer ist es im Kreis nur in Halstenbek und Wedel mit 300 bis 400 Euro. Diese Preise werden auch in Lurup und Eidelstedt aufgerufen. Wer in Blankenese oder Osdorf ein Grundstück kaufen möchte, zahlt mehr als 600 Euro für den Quadratmeter.
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