zur Navigation springen

Flüchtlinge in Schenefeld : Der Migrationsbeauftragte muss wieder gehen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Detlef Lemke übersteht Probezeit im Rathaus nicht. Der 48-Jährige hatte am erst 30. März den Job des hauptamtlichen Flüchtlings-Koordinators in Schenefeld angetreten.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2015 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Paukenschlag im Schenefelder Rathaus: Detlef Lemke muss schon wieder gehen. Der 48-Jährige hatte am 30. März den Job des hauptamtlichen Flüchtlings-Koordinators in Schenefeld angetreten. Die halbe Stelle hatte die Politik neu geschaffen. Am Ende der Probezeit ist für Lemke nun Schluss. Das bestätigte gestern Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. „Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, betonte die Verwaltungschefin. Aber die Probezeit sei genau dafür da, um zu überprüfen, ob es passe oder eben nicht. Zu den konkreten Gründen, die zu dieser Personalentscheidung geführt hätten, wolle und dürfe sie sich nicht äußern.

Bei den Flüchtlingen und den ehrenamtlichen Helfern im Bereich der Flüchtlingshilfe kam Lemke nach Informationen dieser Zeitung gut an. Er hatte am Montag im Flüchtlingscafé persönlich darüber informiert, dass er gehen muss. Einige Flüchtlinge waren traurig. Ehrenamtliche intervenierten bei Küchenhof im Rathaus – vergeblich.

Lemke war Hauptansprechpartner für die Flüchtlinge in der Stadt. Er sollte ein Netzwerk aufbauen, die ehrenamtlichen Helfer koordinieren. Fast 200 Flüchtlinge haben in Schenefeld bisher eine neue Heimat gefunden. Lemkes Stelle wird neu ausgeschrieben. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, ganz schnell einen Nachfolger zu finden“, betonte Küchenhof. Nicht nur das: Die Stundenanzahl soll verdoppelt werden. CDU und SPD haben signalisiert, dass sie einer vollen Stelle zustimmen werden. Lemke war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert