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Schenefelder Tageblatt

16. Dezember 2017 | 04:58 Uhr

Schenefeld : Der Juks-Fahrstuhl kommt noch 2016

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Jubiku GmbH investiert 250.000 Euro in den behindertengerechten Umbau der Einrichtung. Einstimmiges Votum für große Lösung.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 13:00 Uhr

Schenefeld | Die große Lösung. Die teurere Lösung. Die Entscheidung im Aufsichtsrat fiel während einer Sondersitzung am Ende einstimmig. Das Jugend- und Kommunikationszentrum Schenefeld (Juks) wird nachträglich mit einem Fahrstuhl ausgestattet – und zwar so, dass auch in Zukunft alle Räumlichkeiten in der Einrichtung am Osterbrooksweg parallel genutzt werden können.

„Das wäre bei der kleinen Lösung nicht möglich gewesen“, betont Ingrid Pöhland, Aufsichtsratsschefin der gemeinnützigen Jubiku GmbH, die Träger der Einrichtung ist. „Eine Einrichtung, die heutzutage nicht behindertengerecht ist, ist eine schlechte Einrichtung“, sagt Pöhland.

250.000 Euro werden in den barrierefreien Umbau des Jugend- und Kommunikationszentrums inklusive Fahrstuhl investiert – gut 60.000 Euro mehr als bei der kleinen Alternativlösung. Pöhland: „Die Kosten trägt zu 100 Prozent die Jubiku gGmbH. Das ist eine große Entlastung für die Stadt.“ Die Investitionssumme stammt laut Kurt Krauß, Jubiku-Prokurist und Juks-Leiter aus der Rücklage. „Wir haben sparsam gearbeitet und durch Gastronomie und Vermietung eigenes Geld erwirtschaftet. Das fließt jetzt zurück in die Einrichtung.“ Nach dem finanziellen Fahrstuhl-Kraftakt seien die Reserven fast erschöpft.

Die Treppe kommt weg: Juks-Chef Kurt Krauß und Aufsichtsratschefin Ingrid Pöhland freuen sich auf die Fahrstuhl-Lösung.
Die Treppe kommt weg: Juks-Chef Kurt Krauß und Aufsichtsratschefin Ingrid Pöhland freuen sich auf die Fahrstuhl-Lösung. Foto: Brameshuber

Barrierefreiheit für eine der zentralen öffentlichen Einrichtungen in der Stadt Schenefeld, die von allen Generationen besucht wird: Für Krauß schon lange ein Herzenswunsch. „Wir sind eine Einrichtung für alle Schenefelder. Doch durch die bauliche Situation im Juks wurde eine Klientel bisher ausgeschlossen.“ Es ist der zweite Versuch, genau das zu vermeiden. 2003, als das Jugend- und Kommunikationszentrum aufwändig umgebaut worden war, fiel der geplante Fahrstuhl am Ende dann doch dem Rotstift zum Opfer. Es war kein Geld mehr da. Nur das Erdgeschoss wurde behindertengerecht mit breiten Türen und Toiletten gestaltet.

In den ersten Stock führt bisher nur eine Treppe. Die Teestube, die Galerie und die Seminarräume waren für Menschen im Rollstuhl unerreichbar. Das soll sich noch in diesem Jahr ändern. „Wenn die Baugenehmigung vorliegt, können wir noch vor dem Sommer loslegen“, sagt Krauß. Er hofft, dass der Umbau bis Ende des Jahres abgeschlossen werden kann. Die Außentreppe am Juks, die als Fluchtweg dient, wird dann verschwinden. Nach dem Umbau befindet sich in diesem Bereich der Fahrstuhl.

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