Schenefeld : Der Hundeplatz wird weiter nur geduldet

Unter Beobachtung: Der Hundeübungsplatz an der Halstenbeker Chaussee. Er befindet sich im Landschaftsschutzgebiet.
Unter Beobachtung: Der Hundeübungsplatz an der Halstenbeker Chaussee. Er befindet sich im Landschaftsschutzgebiet.

Halstenbeker Chaussee: Derzeit ist keine Lösung in Sicht.

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23. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | Der Hundeübungsplatz an der Halstenbeker Chaussee: Im November 2012 gab es Ärger, weil sich die benachbarten Kleingärtner über Lärm und das Parkplatzchaos am Scharmbrooksweg beschwerten. Jetzt droht neues Ungemach. Der Standort steht zur Disposition.

Fakt ist: Der Hundeübungsplatz – er wird zurzeit von zwei Schulen genutzt – befindet sich im Landschaftsschutzgebiet. Die Hundeausbilder werden vom Kreis und von der Stadt seit Jahren nur geduldet. Die Wiese ist gar nicht als Gewerbefläche ausgewiesen. Durch einen neuen Flächennutzungsplan sollte rechtliche Sicherheit geschaffen werden. Doch es wird gar keinen neuen F-Plan geben. Das steht seit Monaten fest.

„Dadurch ist die Duldung eigentlich hinfällig“, betonte Schenefelds Bauamtschef Günther Leimert zuletzt im Stadtentwicklungsausschuss. Der Kreis sei von der Stadt über diese Entwicklung auch informiert worden.

Eines stellte Leimert aber unmissverständlich klar: Die Stadt setzt sich weiter für eine Duldung der Hundeschule an diesem Standort ein. Das Problem: Es gibt keine vernünftigen Alternativflächen im Stadtgebiet. Der Bauamtschef wies aber auch darauf hin, dass keine weiteren baulichen Maßnahmen auf dem Gelände erfolgen dürften. Zuletzt hatte eine Hundeschule ein großes weißes Zelt aufgestellt. Den Bauwagen gibt es schon länger.

Die Hundeschule ist auch weiter im Fokus der Politiker. „Es sieht dort sehr unordentlich aus. Das ist keine schöne Visitenkarte für die Stadt“, sagte die SPD-Abgeordnete Gudrun Bichowski. Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz betonte, dass für die Hundeerziehung weder ein Bauwagen noch Mobiliar nötig seien.

Trotzdem: Auch aus Reihen der Politik wurde der Standort nicht grundsätzlich in Frage gestellt. „Wir haben kein anderes Gelände gefunden. Deshalb unterstützen wir die Duldung auch weiterhin“, sagte der CDU-Abgeordnete Holm Becker.

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