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Günther Koop : Der ewige Vorsitzende des Siedlerbunds Schenefeld

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Seit 40 Jahren ist Günther Koop der Vereinschef der Schenefelder Siedler. Mit seinen 79 Jahren denkt er noch nicht ans Aufhören.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Verband Wohneigentum: Der Name hat sich geändert, kommt ein bisschen moderner daher als Siedlerbund. Eine Konstante ändert sich bei der Siedlergemeinschaft Schenefeld nicht: Der Mann an der Spitze heißt Günther Koop. Vor wenigen Tagen wurde der 79-Jährige erneut in seinem Amt bestätigt.

Der ewige Vorsitzende: Koop ist seit 40 Jahren Vereinschef. Ob er damit Rekordhalter in Schenefelds Vereinswelt ist? Koop zuckt mit den Schultern. Er hat keine Sekunde gezögert, sich erneut zur Wahl zu stellen. „Wenn man erst einmal drin ist, ist man drin“, sagt er lakonisch. Am Siedlerbund hängt sein Herz. Beim Kreisverband ist er seit 1968 als Kassenwart Mitglied des Vorstandes. 1954 trat er in den Schenefelder Siedlerbund ein.

Nachwuchssorgen: Damit kämpft auch Schenefelds Siedlergemeinschaft. Die Mitgliederzahl ist auf 54 geschrumpft. Koop erinnert sich noch gut an die besseren, alten Zeiten, als der Siedlerbund 200 Mitglieder zählte. „Da brauchte ich einen halben Tag, um die Zeitung für die Mitglieder auszutragen“, sagt Koop. Heute geht das viel schneller.

Schenefelds Siedler kämpfen inzwischen auch ein bisschen ums Überleben. „Es bröckelt“, sagt Marion Fanselow, die als Frauenbeauftragte in Schenefeld und im Kreis Vorstandsarbeit leistet. „Der Tag X kann kommen“, sagt sie. Mangels Mitgliedern ist der Siedlerbund auch im Kreis Pinneberg aus einigen Städten und Gemeinden schon verschwunden. In Kölln-Reisiek, Seestermühe, Heidgraben, Tornesch, Wedel – und eben in Schenefeld sind die Siedler noch aktiv.

37,40 Euro beträgt in Schenefeld der Jahresbeitrag – und darin ist noch eine Haftpflichtversicherung für Haus und Grundstück enthalten. Den Beitrag hat Koop noch bis Ende des vergangenen Jahres persönlich in bar bei seinen Mitgliedern abgeholt.

Jahnstraße, Pulverberg, Friedrich-Ebert-Allee: In Schenefelds Siedlung stehen die Siedlungshäuser, die mit ihrem einheitlichen Baucharakter ins Auge stechen. Koop ist 1937 mit seinen Eltern in die Jahnstraße gezogen. „Wer damals für den Hausbau ein günstiges Darlehen bekommen wollte, der musste im Siedlerbund sein“, betont der Vereinschef. Der Siedlerbund ist ein Stück Schenefelder Geschichte, die zu verschwinden droht. Fanselow hat ihre „Siedlung“ immer als etwas homogenes erlebt. „Das Verhältnis unter den Nachbarn war und ist sehr eng.“ Fanselow schätzt das. Und heute? Es ist schwieriger geworden, die Gemeinschaft zu pflegen. Einmal im Jahr gibt es die Adventsfeier. Der Kreisverband organisiert Ausflüge und Reisen. Es gibt in einigen Bereichen auch Vergünstigungen für Mitglieder.

Im März wird Koop wieder die Mitgliederzeitung in der Siedlung verteilen. Ein Gang führt ihn auch hinüber ins Dorf. Eines der 54 Mitglieder wohnt nicht in der Schenefelder Siedlung.

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