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Schenefelder Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:52 Uhr

Schenefeld : Der Arbeiterwohlfahrt droht das Aus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Awo-Vorsitzender Albert Burs schlägt Alarm: Der Verein findet keinen engagierten Nachwuchs mehr für den Vorstand.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Albert Burs war Bürgermeister, Bürgervorsteher, saß lange für die SPD im Rat. Seit 1986 ist er Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Schenefeld. Er ist ein besonnener Mann. Doch jetzt schlägt der 77-Jährige Alarm. Der Awo droht das Aus, sollte es in den kommenden Wochen und Monaten nicht gelingen, neues Personal für den Vorstand zu gewinnen. „Es stellt sich schon langsam die Sinnfrage“, betont Burs.

Der Schenefelder Ortsverein sucht händeringend eine neue Kassenwartin. Die bisherige Amtsinhaberin Christa Helmke – sie wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement 2012 mit dem Ehrenpreis der Stadt ausgezeichnet – stellt sich im März 2014 nicht mehr zur Wahl. „Sie wollte eigentlich schon vor vier Jahren aufhören“, sagt Burs. Bei den 65 Awo-Mitgliedern hat Burs seine Fühler schon ausgestreckt. Fündig geworden ist er nicht.

Auch die Position des Zweiten Vorsitzenden ist zurzeit vakant. Ingobert Hentschel ist in diesem Jahr gestorben. Burs hofft auf Jüngere, die sich in der Arbeiterwohlfahrt engagieren. „Alle Vorstandsmitglieder sind über 70 Jahre alt“, betont Burs. Er selbst war 1982 in die Awo eingetreten. Sein Fazit ist eher ernüchternd: „Es wird immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich engagieren, die auch bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Der Vorstand ist überaltert, viele Mitglieder sind es auch.

Ist die Arbeit der Awo nicht mehr zeitgemäß? „Es gibt viel zu viele Freizeitangebote“, sagt Burs. „Vor allem für junge Menschen.“ Der Schenefelder Ortsverein wurde 1947 gegründet. Die Mitglieder sind heute fast ausschließlich in der Seniorenarbeit tätig. In der Begegnungsstätte am Rathaus werden regelmäßig Kaffee- und Spielenachmittage angeboten. Die Awo vor dem Aus? Können die Vorstandsposten nicht besetzt werden, müsste der Kreisverband einspringen, um den Verein zumindest vorübergehend am Leben zu halten. Doch noch mag Burs die Hoffnung nicht aufgeben. Wer sich im Awo-Vorstand engagieren möchte, kann sich unter der Nummer (040) 8 3011 66 an Burs oder unter der Nummer (040) 8 30 67 86 an Helmke wenden.

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